Seit fünf Jahren ist Johannes Korte erster Vorsitzender des FC Fischbach (FCF). Die Hauptversammlung nutzte Korte jetzt, um zu hinterfragen, wo der FCF als Verein aktuell steht. Seine Ausführungen verband Korte auch damit, anzukündigen, dass er nach Ablauf seiner Amtszeit im kommenden Jahr, nicht mehr erneut als Vorsitzender kandidieren werde.

„Leider wird meine Zeit aus beruflichen Gründen immer knapper, so dass ich nach Ablauf meiner Amtszeit im nächsten Jahr nicht mehr als 1. Vorsitzender zur Verfügung stehen werde“, so Korte. Man habe sich in der Vorstandschaft viele Gedanken gemacht, wie man das Amt im nächsten Jahr neu besetzen könnte, sei aber noch nicht zu einem Ergebnis gekommen. Aus diesem Grund fragte Korte bei der Hauptversammlung auch alle anwesenden Mitglieder, ob jemand bereit wäre, heute als Beisitzer in die Vorstandschaft zu kommen, um eventuell im nächsten Jahr als Vorsitzender anzutreten. Es meldete sich niemand.

Seinen Rückblick auf das abgelaufene Jahr eröffnete Korte mit dem sportlichen Bereich der aktiven Mannschaften. „Ich glaube, jeder hier im Raum hat die letzte Saison mit Spannung verfolgt. Viele waren bei den Spielen live dabei“, sagte Korte. Nach seinem Eindruck war es so, dass der FCF mit den Mannschaften der Bezirksliga mithalten konnte. Leider konnte man die stets vorhandenen Chancen im Abschluss oft nicht verwerten. Umso bitterer sei es gewesen, dass der FCF am Ende aufgrund von zwei Toren, welche man nicht geschossen habe, als Aufsteiger auch gleich wieder absteigen musste.

Sportliches Pech

Auch die zweite Mannschaft habe es schwer gehabt in der Kreisliga B/Staffel 4. In der Hinrunde noch Dritter, blieb am Ende noch Platz 9. Korte sagte es mit den Worten von Jürgen Wegmann: „Erst hatten wir einfach kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu.“ Jetzt gelte es, die Mannschaft neu aufzubauen und auszurichten, um den neuen Aufgaben gerecht zu werden. Allen sei klar, dass dies nicht einfach werde.

Der FCF hat nach vier Jahren bekanntlich einen neuen Trainer bekommen. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Michael Wildermann einen hervorragenden Nachfolger von Günter Hirsch verpflichten konnten“, freute sich Korte. Unterstützt wird Michael Wildermann in Zukunft von Heiko Obergfell und Jürgen Seemann. Neuzugänge kann der FCF für die beginnende Saison keine vermelden. Dem stehen vier Abgänge gegenüber. Somit bleiben 26 aktive Spieler für zwei Mannschaften. „Das ist nicht viel oder anders gesagt, leider zu wenig“, so Korte. Er unterstrich, dass alle beim FCF voll hinter dem neuen Trainer und der Mannschaft stehen. „Wenn Sie die Aufgaben gemeinsam, mit der bekannten Kameradschaft und Motivation angehen, werden Sie keine Probleme haben, die gesteckten Ziele auch zu erreichen“, so Korte. Auch die Jugendarbeit werde immer schwieriger. Der FCF habe nur noch wenige Jugendliche, die nachrücken. „Hier müssen wir schauen, das die Kinder aus unserem Ort auch in den Vereinen in unserem Ort bleiben.“

Schiedsrichter gebraucht

Ein weiterer Punkt der Korte am Herzen liegt, ist die Schiedsrichtersituation. Der FCF müsse pro aktiver Mannschaft einen Schiedsrichter stellen. Könne man das nicht, bedeute dies entsprechende Strafen für den Verein. Momentan habe man mit Pedro de Vega nur einen Schiedsrichter, der im Namen des FCF unterwegs ist. „Wenn also jemand Interesse hat oder jemanden kennt, der gerne Schiedsrichter werden will, bitten wir um eine Information“, so Korte.

Beim FCF sei man sehr froh, dass der DRK-Ortsverein Fischbach bei jedem Heimspiel mit seinen Freiwilligen vertreten ist und den Sanitätsdienst ausübt. Das sei nicht selbstverständlich. Die Zahl der aktiven Mitglieder beim DRK-Ortsverein Fischbach gehe zurück und man müsse von Saison zu Saison neu schauen, wie der Dienst aufrechterhalten werden könne. Die gute Nachricht sei, dass der DRK-Ortsverein Fischbach auch in der kommende Saison bei den Heimspielen des FC auf dem Sportplatz vertreten sei, so Korte, verbunden mit herzlich Dankesworten an den DRK-Ortsverein Fischbach.

Im kommenden Jahr feier der FC 1920 Fischbach sein 100-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen für die geplanten Feierlichkeiten laufen bereits auf Hochtouren.