Villingen-Schwenningen (gha) Immer weniger Flüchtlinge sind derzeit in der Villinger Erstaufnahmestelle (Bea) untergebracht: Aktuell seien es von ursprünglich 1200 nur noch 80, berichtete Matthias Henrich von der Pressestelle des Regierungspräsidiums. Sie leben in einem Block, die anderen Gebäuden sollen bei Bedarf ausgebessert werden. Bis vor wenigen Monaten tummelten sich noch viele Familien auf dem Gelände, nun ist es recht leer. Die Bea wird trotz des Rückgangs nicht aufgegeben. Auch der Zaun muss erneuert werden. Die bisherigen Absperrungen – "ein Provisorium" – sollen bald der Vergangenheit angehören. Allerdings gebe es keinen konkreten Zeitpunkt, das Vorhaben werde in Zusammenarbeit mit der Stadt umgesetzt, berichtete Henrich. Gestoppt sind auch die Planungen für das Containerdorf auf dem Kasernenareal Lyautey. Daran habe sich nichts geändert, allerdings werden die Flächen in absehbarer Zeit nicht auf den freien Markt kommen, sondern sie stellen einen Notvorrat dar, falls wieder mehr Flüchtlinge kämen. Ursprünglich war zwischen Peterzeller-, Richthofen-, Kirnacher Straße und Brigach Dienstleistungs-, Büro- und Wohnnutzung vorgesehen. Miteingebunden waren die denkmalgeschützten Kasernengebäude, die leer stehen und sich in keinem guten Zustand befinden.