Im Industriegebiet Salzgrube, zwischen Villingen und Schwenningen gelegen, entsteht zurzeit ein weiteres großes Industrieprojekt. In Sichtweite zum erst jüngst in Betrieb genommenen Neubau des Zahnrad- und Getriebeherstellers IMS Gear baut die bisher in Mühlhausen beheimatete Jenoptik Industrieal Metrology Germany GmbH eine Produktionshalle mit Verwaltungsgebäude. Jetzt traf man sich zum symbolischen Spatenstich und konnte mit einem Blick auf die Baustelle feststellen, dass mit den Bauarbeiten bereits begonnen wurde.

Trotz stürmischer Winde lassen es sich die Mitglieder der Geschäftsführung der Jenoptik, Wirtschaftsförderin Beate Behrens (links) und OB Jürgen Roth (fünfter von links) nicht nehmen, beim symbolischen Spatenstich für den neuen Produktions- und Verwaltungsstandort dabei zu sein. Bild: Rüdiger Fein
Trotz stürmischer Winde lassen es sich die Mitglieder der Geschäftsführung der Jenoptik, Wirtschaftsförderin Beate Behrens (links) und OB Jürgen Roth (fünfter von links) nicht nehmen, beim symbolischen Spatenstich für den neuen Produktions- und Verwaltungsstandort dabei zu sein. Bild: Rüdiger Fein

Der ehrgeizige Zeitplan, den man dem Generalunternehmer Goldbeck Süd GmbH für die Bebauung im Drachenloch, so die korrekte Adresse des neuen Standorts, gesteckt hat, lässt keine Verzögerungen zu. Bis zum Frühjahr 2020 soll der Bau bereit sein für den Umzug von der Alten Tuttlinger Straße, dem bisherigen Standort der Jenoptik, ins neue Gebäude. In einer geplanten Bauzeit von etwa zwölf Monaten entsteht auf der Grundfläche von 13 400 Quadratmetern eine moderne Produktionshalle mit einem zweigeschossigen Halleneinbau (3300 Quadratmeter) und ein fünfgeschossiges Bürogebäude mit einer Nutzfläche von 3700 Quadratmetern.

60 in der Produktion, 150 in Verwaltung und Vertrieb

Oberbürgermeister Jürgen Roth nannte das Projekt in der Salzgrube zukunftsweisend und versprach den Vertretern der Jenoptik kurze Entscheidungswege. Man habe bei dem Neubau an die Zukunft gedacht und Wachstum auch bei den Beschäftigtenzahlen mit eingerechnet, erklärte Geschäftsführer Otto Boucky. Nach Fertigstellung und Bezug des neuen Standorts werden dort etwa 60 Mitarbeiter in der Produktion beschäftigt sein und im angeschlossenen Bürotrakt sind es etwa 150 Mitarbeiter. Ein großer Teil des Finanzwesens des Unternehmens werde dann im Drachenloch abgewickelt, ebenso werde dort der Vertrieb für Deutschland gemanagt und ein Großteil – etwa 70 Prozent – der Produktentwicklung geschieht dann ebenfalls am Standort Villingen-Schwenningen.

Medizin-, Luft- und Raumfahrttechnik

Zu den Schwerpunkten der Entwicklung gehört die Automobiltechnik, aber man schaue standortbedingt natürlich mehr und mehr auch in die Bereiche Medizintechnik oder auch in die Luft- und Raumfahrttechnik, so der Geschäftsführer. Schwerpunkt des Produktportfolios ist die Messtechnik, so entwickelt man beispielsweise mikrometergenaue berührende oder auch berührungslose Fertigungsmesstechnik, die in der Prozess- und Qualitätskontrolle gebraucht wird. „Unsere aktuellen Gebäude in Mühlhausen entsprechen nicht mehr den Anforderungen an modernste Arbeits- und Produktionsumgebungen“, so Vorstandsvorsitzender Stefan Traeger, der ebenfalls zum Spatenstich nach VS gekommen war.

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