Die Erweiterung des Industriegebietes „Salzgrube„ geht auf die Zielgerade. Der Technische Ausschuss beschloss gestern drei kleinere von den Behörden verlangten Änderungen im Bebauungsplan. Diese Änderungen müssen von der Stadt erneut vier, fünf Wochen lang öffentlich zur möglichen Einsichtnahme ausgelegt werden.

Bei dieser Erweiterung geht es um 6,5 Hektar ehemaliger landwirtschaftlicher Flächen. Sie liegen im Anschluss an den Neubau des Automobilzulieferers IMS Gear in nördlicher Richtung und sollen dem Unternehmen mit Hauptsitz Donaueschingen als Erweiterungsfläche dienen. Angesichts der aktuellen Unsicherheit in der Automobilbranche ist noch unklar, wann das Unternehmen die Fläche bebauen will. Dazu sagte gestern Vorstand Dieter Lebzelter: „Wir beschäftigen uns immer mit der Weiterentwicklung des Unternehmens, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Lage. Der Bau eines zweiten Werkes in Villingen war von Anfang an geplant, aber es gibt derzeit noch keine Entscheidung für diesen Ausbauschritt.“

Der Eindruck, dass die bereits bestehende Fertigungshalle in der „Salzgrube„nicht ausgelastet sei, täuscht, ergänzte IMS-Pressesprecher Thomas Schröter auf SÜDKURIER-Anfrage. Richtig sei, dass die Produktion dort schrittweise seit August 2018 einziehe und dieser Prozess voraussichtliche noch bis Jahresende 2019 andauern wird. „Dann werden an unserem Standort in der Salzgrube rund 250 Mitarbeiter im Einsatz sein, im Mai dieses Jahres waren es noch rund 120.“ Produziert werden elektromechanische Bremskraftverstärker und Komponenten für Lenksysteme.

Im Technischen Ausschuss forderte Stadträtin Ulrike Salat (Grüne) schärfere Auflagen zur Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen. Bürgermeister Bührer entgegnete, die Dachbegrünung sei mit IMS Gear detailliert abgesprochen worden. Da auf dem Hallendach viel Technik für die Kühlanlage verbaut sei, sei nur eine 40-prozentige Dachbegrünung möglich. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich für den Bebauungsplan. Von den Grünen gab es eine Gegenstimme und vier Enthaltungen.