Sie leisten das ganze Jahr über wertvolle Arbeit für die Gesellschaft. Unentgeltlich, aber keinesfalls umsonst. Am Samstag standen die zahlreichen ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer, die sich in der Stadt Villingen-Schwenningen engagieren, selbst im Mittelpunkt.

Ehrenamt verbindet und macht glücklich. Das lässt sich an den fröhlichen Gesichtern der zahlreichen Frauen und Männer ablesen, die der Einladung der Stadt Villingen-Schwenningen zum Tag des Ehrenamtes gefolgt sind.
Ehrenamt verbindet und macht glücklich. Das lässt sich an den fröhlichen Gesichtern der zahlreichen Frauen und Männer ablesen, die der Einladung der Stadt Villingen-Schwenningen zum Tag des Ehrenamtes gefolgt sind. | Bild: Sprich, Roland

In Verbindung mit dem internationalen Tag des Ehrenamts nahmen 130 Frauen und Männer die Einladung der Stadt an, die sich mit einer Feier für deren Einsatz bedankte. Wie groß die Zahl der Ehrenamtlichen in der Doppelstadt tatsächlich ist, die sich im sportlichen, kulturellen oder sozialen Bereich engagieren, vermochte Anna Stier vom Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport nicht zu sagen. "Allein im sportlichen Bereich sind es schon weit über 1000 Ehrenamtliche", sagte sie. Bei 300 Vereinen und zahlreichen kleineren Gruppierungen könne die Zahl derer, die sich ehrenamtlich einbringen, nicht annähernd erfasst werden.

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Oberbürgermeister Rupert Kubon sagte in seiner Rede, dass ihm das Wort Ehrenamt nicht gefalle. "Das drückt aus dass man etwas nur um der Ehre willen mache." Die Bezeichnung freiwilliges Engagement sei treffender, "weil sie aus freiem Willen etwas tun, wovon sie denken, dass sie etwas mitgestalten und bewirken können." Kubon attestierte den Anwesenden, dass sie "ein stückweit Teil der Veränderung der Gesellschaft sind." Sie gestalten und entwickeln die Stadtgesellschaft mit und seien damit eine wichtige Größe im Gemeinwesen einer Stadt. Der scheidende Oberbürgermeister sicherte zu, dass er sich nach seinem Eintritt in den Ruhestand auch weiterhin ehrenamtlich engagieren werde.

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Ehrenamt macht glücklich

Die These, dass die Ausübung eines Ehrenamtes glücklich macht, stellte anschließend Lebens- und Personalcoach Anja Faras unter Beweis. Ein Ehrenamt gebe Sinn, Ausgleich und Halt. Man lerne neue Menschen kennen, steigere die Lebensqualität und stärke das Selbstwertgefühl und die sozialen Kompetenzen. Die Ausführungen der Referentin sorgten für allgemeindes Kopfnicken. Ja, ein Ehrenamt, gleich welches, mache die, die es ausüben, glücklich. Man investiere einerseits viel Zeit, bekomme andererseits "aber jede Menge Dankbarkeit und Anerkennung zurück."

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Bei einem gemeinsamen Essen hatten die Ehrenamtlichen Gelegenheit, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Das Rahmenprogramm wurde von der Inklusionsband "WG und Friends" musikalisch mitgestaltet. Außerdem zeigte der städtische Kinder- und Jugendzirkus akrobatische Einlagen.