Seit die Menschen Städte bauen, befinden sich auch Ratten unter den Einwohnern. Die Hausratten sollen Mitteleuropa mit römischen Schiffen erreicht haben. Ihre Zahl ist heute aber wieder stark rückgängig. Die Wanderratte kam vermutlich erst im 18. Jahrhundert zu uns, verbreitete sich dann aber rasant. Seither gibt es Populationen in allen größeren Städten und eben auch in Villingen-Schwenningen.

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Werden die Tiere an bestimmten Stellen zum Problem, müssen sie bekämpft werden. Daran geht kaum ein Weg vorbei. Immerhin können die Nagetiere für den Menschen gefährliche Krankheiten übertragen. Sie gelten auch als Lebensmittelschädlinge und mache sich gerne an Vorräten zu schaffen.

Sie generell und überall zu bekämpfen, halte ich jedoch für falsch und zudem aussichtslos. Vielmehr sollten alle darauf achten, den Tieren nicht Futter im Überfluss zu servieren. Man muss nur einmal mit dem Blick einer Ratte durch Villingen schlendern, dann findet sich ganz schell eine leckere Mahlzeit.

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Ein halber Kebab liegt auf der Treppe am Villinger Münster, Pizzaschachteln und kleine Tetrapaks zieren das Brigachufer, asiatische Nudelgerichte stehen unter Bänken am Busbahnhof. Übervolle Mülleimer könnten ebenfalls eine Leckerei enthalten. Und dann sind da noch diese gelben Säcke, die sich haufenweise direkt vor den den Kanalschächten stapeln und eigentlich immer noch einen Rest Nahrung enthalten.

Also: Räumen wir unseren Unrat ordentlich weg, lassen wir das Entenfüttern und strukturieren die Müllentsorgung in betroffenen Bereichen um – gelbe Tonnen könnten helfen – dann werden Begegnungen zwischen Menschen und Nagetieren auch wieder seltener werden, ganz natürlich und ohne Gifteinsatz.