Mit einem Festbankett feierte am Samstag die Anglergesellschaft Villingen ihr Jubiläum zum 100jährige Vereinsbestehen in der Tonhalle. Und dafür hatte sie allen Grund.

Die Ehrenvorsitzenden Hermann Binder, Ludwig Dufner, Peter Lott und Wolfgang Podszuck (von links) prägten über Jahrzehnte die Anglergesellschaft Villingen.
Die Ehrenvorsitzenden Hermann Binder, Ludwig Dufner, Peter Lott und Wolfgang Podszuck (von links) prägten über Jahrzehnte die Anglergesellschaft Villingen.

Mit Rotauge, Bachforelle, Äsche und weiteren Fischarten waren die festlich eingedeckten Tisch bezeichnet, an denen 150 Mitgliedern und Gäste ihren Platz fanden. Unter den Gästen, neben OB Jürgen Roth und Ingo Kramer und Jürgen Kath vom Landesfischereiverband konnte der Vorsitzende Christian Föhrenbach auch eine elfköpfige Delegation der Anglergesellschaft aus der französischen Partnerstadt Pontarlier begrüßen. Seit 1967 besteht diese rege Partnerschaft.

Nicht nur geangelt, auch gesungen wird in der Anglergesellschaft Villingen, beim Festbankett mit mit Steffen Letzte, Christian Föhrenbach und Hermann Unold (von links).Bild: Roland Dürrhammer
Nicht nur geangelt, auch gesungen wird in der Anglergesellschaft Villingen, beim Festbankett mit mit Steffen Letzte, Christian Föhrenbach und Hermann Unold (von links).Bild: Roland Dürrhammer

„In einer Zeit, in der Effizienz, Geschwindigkeit und Informationsflut vorherrschen, wirkt das Angeln geradezu urgemütlich, und sie haben sich mit Ruhe, Geduld und Zeit für sich selbst etwas Wertvolles bewahrt“, so Roth in seinem Grußwort, betonte aber auch die große Verantwortung für Umwelt und Naturschutz. So sieht es auch Edmund Ragg: „Es ist nicht das Angeln allein, was mich antreibt, Mitglied der Anglergesellschaft zu sein. Auch der Natur- und Gewässerschutz ist mir ganz wichtig“. Hierfür setzen sich die Angler beispielhaft seit der Gründung 1919 ein. Das erste Pachtgewässer war die Brigach mit ihren Zuflüssen. Heute sind es zusätzlich Pachtgewässer in der Donau bei Gutmadingen und Neudingen, in Unterkirnach und Zimmern bei Immendingen.

Stolz zeigte sich der Geschäftsführer des Landesverbandes, Ingo Kramer, darüber, mit der Anglergesellschaft einen tollen Verein im Verband zu haben. „Unter den 750 Vereinen sind sie etwas Besonderes, nicht nur der 100 Jahre wegen, sondern weil der Verein aus der grauen Masse herausragt“, so Kramer. Es sei die außergewöhnliche Leistungen bei der Hege und Pflege der Gewässer, wie es nur wenige Vereine leisten würden. „Ihr schaut weit über den Tellerrand hinaus und habt nicht nur auf euer eigenen Gewässer im Blick“, so Kramer. Das habe sich beim Fischsterben 2013/2016 deutlich gezeigt.

Es lässt sich aber nur umsetzen, wenn auch die Mitglieder hinter dem Verein stehen und das macht die Anglergesellschaft so besonders. „Die Beteiligung bei den Arbeitseinsätzen ist außerordentlich gut, und auch unsere Neumitglieder kommen nicht nur zum Angeln, sondern helfen auch aktiv mit“, bestätigt der Vizevorsitzende Hans Buddeberg. Ein gutes Miteinander, keine Probleme beim Besetzen der Vorstandsämter, Kontinuität in der Vorstandschaft ließen den Verein 100 Jahre alt werden. „Der Anglergesellschaft geht es gut“, lautet das Fazit von Hans Buddeberg.

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