Schon 20 Jahre ist es her, dass sich rund 25 mutige Musiker zusammenschlossen und am 27. Juli 1999 die Krawazi Ramblers der Glonki-Gilde aus der Taufe hoben. Die Idee, eine Glonki-Guggenmusik zu gründen, entstand in den Köpfen von Carsten Dörr, Thomas Köhl und Thomas Rapp bereits an der Fasnet 1999 beim internen „Glonkihausball“ im damaligen Hotel Franziskaner. Nun wird schon der 20. Geburtstag gefeiert – und das ganz groß am 4. und 5. Oktober.

Vorbild Schweizer Häs

Schnell war klar, dass sich diese neue Formation von anderen bereits bestehenden Guggenmusiken in der Doppelstadt abheben sollte. So orientierten sich die Krawazi Ramblers stark an ihren Schweizer Kollegen und wählten in ihrem Gründungsjahr ein eher in der Schweiz zu sehendes Kostüm, in der Farbwahl angelehnt an die Glonkis.

Der imposante Geierkopf ist zum Markenzeichen der Krawazi Ramblers geworden.
Der imposante Geierkopf ist zum Markenzeichen der Krawazi Ramblers geworden. | Bild: Miriam Uhrig

Aus der Schweiz stammt auch der markante Geierkopf, den der musikalische Leiter Thomas Rapp seinerzeit anfertigen ließ und der seither bei jedem Umzug imposant in Szene gesetzt wird. Rapp ist es auch, der von den ehemaligen Gründungsmitgliedern noch immer bei den Krawazi Ramblers aktiv tätig ist.

Hinaus in die Welt

Stets mit der heimischen, schwäbisch-alemannischen Fasnet verbunden, zieht es die auf 42 Musiker herangewachsene Guggenmusik aber auch unter dem Jahr in die große weite Welt. Es folgten in den nächsten Jahren Auftritte in Dresden, beim Hoffest in Schwarzkollm und die Teilnahme am Euro Carneval in Mainz. Aber auch über die Landesgrenzen hinaus machten die Krawazi Ramblers bei internationalen Auftritten wie der Tour de France, dem Euro Carneval in Salzburg oder dem jüngsten Ereignis, dem Euro Carneval in Triest, ihren Namen lautstark bekannt.

Kostüme im Wandel

Ihre Kostümreise führte die Gruppe vom blauen Schweizer Outfit mit Reifrock, über den Wikinger, zu den Wüstenvölkern Tuareg bis zum momentanen Phantasiegewand in rot, schwarz, weiß und silber, wie sie in ähnlicher Form in der Schweiz zu sehen sind.

Von 2010 bis 2014 war das Häs-Motto an die afrikanischen Wüstenbewohner Tuareg angelehnt.
Von 2010 bis 2014 war das Häs-Motto an die afrikanischen Wüstenbewohner Tuareg angelehnt. | Bild: Krawazi Ramblers

Festauftakt mit DJ

Rückblickend auf 20 Jahre Guggenmusik wird der runde Geburtstag mit einem großen Festwochenende in der Glonkihalle und der benachbarten Heringsdorfhalle mit Festzelt im Unteren Dammweg in Villingen gefeiert. Los geht es am Freitag, 4. Oktober, mit der Partyband „Brotäne Herdepfl“. DJ Kälble und die Guggenmusik Muja aus Triest in Italien heizen im Anschluss ein. Einlass auf dem Festgelände am Unteren Dammweg ist um 19 Uhr.

Guggenmusik in der Stadt

Buntes Guggenmusiktreiben in der Innenstadt Villingens mit Gruppen aus nah und fern, Deutschland, Schweiz und Italien haben die Krawazi Ramblers am Samstag, 5. Oktober, von 12 bis 17 Uhr geplant. Die Auftrittsstationen werden am Marktplatz (Latschariplatz), Osianderplatz und am „Hexenstüble“ in der Turmgasse sein. Alle anderen Platzkonzerte werden von den „Guggen“ spontan festgelegt. Ab 19 Uhr kann man dann Guggenmusik satt auf dem Festgelände am Unteren Dammweg erleben. Insgesamt werden 16 Guggenmusiken aus drei Ländern den Krawazis zum runden Geburtstag spielen.

Überraschung: ein neues Häs

Zur Feier des 20-jährigen Bestehens haben sich die Krawazi Ramblers auch ein neues Häs, welches von den Mitgliedern in stundenlanger Arbeit selbst kreiert und geschneidert wurde, einfallen lassen. Ihre Fans werden sie am Samstagabend mit der Häs-Präsentation überraschen, bevor DJ Alex K. die Boxen wieder aufdreht. Einlass am Samstag ist um 17 Uhr. Nicht nur mit musikalischer Unterhaltung auf zwei Bühnen, sondern auch mit kulinarischer Vielfalt bei Speisen und Getränken wirbt Villingens größte Guggenmusik

Vorverkauf am 21. September

Der Kartenvorverkauf findet am Samstag, 21. September, von 10 bis 14 Uhr im Café Dammert in der Rietstraße 30 in Villingen statt. Tickets für Freitagabend kosten drei Euro, für Samstagabend fünf Euro. Ein Kombi-Ticket ist für sieben Euro zu haben. Restkarten gibt es, soweit verfügbar, an der Abendkasse.