Unter der Federführung von Melanie Pees, Sozialmanagerin bei der Baugenossenschaft Familienheim in Villingen, wurde dieses Projekt zusammen mit den Projektpartnern vom Diakonischen Werk, der Diakonie ambulant der Gesamtkirchengemeinde Villingen und der Bezirksstelle 55+ im evangelischen Kirchenbezirk ins Leben gerufen.

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Die Schirmherrschaft hat Susanne Schneider vom städtischen Seniorenrat übernommen. Dabei geht es den Projektpartnern darum, zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern mit Menschen in Kontakt zu kommen, die alleine leben und ansonsten kaum noch andere Kontakte nach außen haben. Und das werden immer mehr. Es trifft unter anderem viele ältere Mitmenschen, deren Lebenspartner inzwischen verstorben sind. Oder aber auch Menschen, die ihre Angehörigen zuhause pflegen und kaum noch anderen sozialen Kontakt haben.

Zahl nimmt stetig zu

Nach einem Jahr ist das Projekt gut angelaufen. „Im Moment haben wir 15 Personen, die Besuch wünschen“, erklärt Melanie Pees. Und diese Zahl nimmt stetig zu, sodass die zwölf ehrenamtlichen Helfer schon gut ausgelastet sind, mit ihren wöchentlichen Besuchen.

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Pfarrer Oliver Uth von der evangelischen Johannesgemeinde Villingen zeigte sich restlos begeistert: „Die Helfer schenken den Menschen das kostbarste was sie haben, ihre unbezahlbare Freizeit.“

Die ehrenamtliche Helferin, Jutta Opel (rechts) überreicht der Sozialmanagerin vom Familienheim, Melanie Pees, ein „Besuch willkommen“ Maskottchen, welches Sie zusamen mit der von ihr betreuten Witwe gebastelt hat.
Die ehrenamtliche Helferin, Jutta Opel (rechts) überreicht der Sozialmanagerin vom Familienheim, Melanie Pees, ein „Besuch willkommen“ Maskottchen, welches Sie zusamen mit der von ihr betreuten Witwe gebastelt hat. | Bild: Hans-Juergen Goetz

So berichtet unter anderem Sieglinde Abele von ihre regelmäßigen Besuche bei einer 91-jährigen Witwe – wie sie gemeinsam Kaffee trinken, Basteln, Rätsel lösen über Politik diskutieren und Witze erzählen. „Das mit den Witzen haben wir inzwischen etwas reduziert“, sagt sie lachend, „die kenne ich nun schon alle auswendig.“ Dafür ist das Langzeitgedächnis der älteren Menschen meistens noch sehr gut und sie erzählen viel und gerne aus ihrer Jugend.

Besondere Wertschätzung

Aus diesen Besuchen haben sich teilweise schon richtige Freundschaften entwickelt. So berichtet Isle Pfeifer, dass ihre Gesprächspartnerin ihr inzwischen Dinge anvertraut, die sie nicht einmal ihrer besten Freundin erzählen würde, eine ganz besondere Wertschätzung. Manchmal sind Besuche nicht immer gewünscht, weil es gerade nicht so passt, dann wird telefoniert.

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So bedankt sich auch Carolin Radtke vom Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport bei den ehrenamtlichen Helfern für ihr großes Engagement und daß die ehrenamtlichen Helfer diesen Mitmenschen das wertvollste schenken, was sie haben, ihre Zeit. Auch Familienheim-Vorstand Sebastian Merkle ist voll des Lobes: „Sie tun der Gesellschaft etwas Gutes und ich freue mich auf ein weiteres Wachstum dieses Projektes, welches wir sehr gerne unterstützen.“