Einem Haustürverkäufer wird in der Regel nur ungern oder gar nicht die Tür geöffnet. Anders sieht es in Pfaffenweiler und Herzogenweiler aus, wenn ab dem 27. Januar 13 Zweiergruppen durch die Orte ziehen, um die Narrenzeitung der Wolfbach-Rolli zu verkaufen. "Die Menschen warten schon gespannt darauf, eines der begehrten 500 Exemplare zu bekommen. Die Verkäufer werden freudig empfangen, stellenweise gibt es Kaffee und Kuchen, manchmal sogar ein Vesper. Mit dem einen oder anderen Schnäpschen wird dann auf die neue Ausgabe der Narrenzeitung angestoßen", erzählt Herbert Simon. "Wir sind die Volks-Rock'n' Rolli", heißt es auf dem Cover, des einzigen und überparteilichen Organs für die Wolfbach-Metropole Pfaffenweiler.

Birgit Seemann und Herbert Simon sind Sammelstelle für Geschichten von kleinen und großen Missgeschicken im Ort, die sich im Laufe des letzten Jahres ereignet haben. Viele Stunden waren erforderlich, um die Geschichten in Reime zu schreiben und für das Layout passend zu machen, das Narrenratsmitglied Thorsten Simon gestaltet hat. "Dank der treuen Sponsoren können wir die Narrenzeitung für den gleichen Preis von 2,44 Euro wie 2017 verkaufen", sagt Simon. Der Narrenfahrplan der Wolfbach-Rolli ist angesichts der kurzen Fastnachtzeit eng gestrickt. So war man schon in Willstädt, und bis es zu den Umzügen in Pfaffenweiler und Villingen geht, stehen noch Narrentreffen in Jestetten, Eisenbach und Oberkirch an. Immer bei den Umzügen mit dabei ist der neue Rolliwagen. Die Vorbereitungen für den Rolliball am Fastnachtsamstag sind im vollen Gange. "Es wird einige Überraschungen geben", verspricht Simon.