Gruppenbild mit vielen Damen: Einstimmig und harmonisch hat gestern Abend der neugewählte Gemeinderat seine Ausschüsse und Untergremien besetzt. Diese Aufnahme zeigt die Mitglieder des neugewählten Gremiums mit OB Jürgen Roth (rechts) bei seiner ersten Sitzung am Mittwochnachmittag in der Neckarhalle Schwenningen.
Gruppenbild mit vielen Damen: Einstimmig und harmonisch hat gestern Abend der neugewählte Gemeinderat seine Ausschüsse und Untergremien besetzt. Diese Aufnahme zeigt die Mitglieder des neugewählten Gremiums mit OB Jürgen Roth (rechts) bei seiner ersten Sitzung am Mittwochnachmittag in der Neckarhalle Schwenningen. | Bild: Stadler, Eberhard

Oberbürgermeister Jürgen Roth war spürbar nervös, aber gut vorbereitet. Für ihn galt es gestern Abend, eine besondere Herausforderung unfallfrei zu meistern: Die konstituierende Sitzung des neugewählten Gemeinderates der Stadt, die in der Neckarhalle in Schwenningen stattfand.

So tagte der Gemeinderat in der neuen Neckarhalle bei seiner ersten Sitzung. Links zu sehen Vertreter der Grünen und der SPD, in der Mitte Stadträte von FDP und Freien Wählern.
So tagte der Gemeinderat in der neuen Neckarhalle bei seiner ersten Sitzung. Links zu sehen Vertreter der Grünen und der SPD, in der Mitte Stadträte von FDP und Freien Wählern. | Bild: Stadler, Eberhard

Um sich arbeitsfähig zu machen, mussten die gewählten Volksvertreter nicht nur vom OB auf die Landesverfassung verpflichtet werden. Es mussten auch die zahlreichen Ausschüsse, Aufsichtsräte, Verwaltungsräte und beratenden Gremien der Stadt personell besetzt werden. Da lauern viele technische und rechtliche Klippen und Untiefen. Doch dank guter Vorbereitung durch die Stadtverwaltung hatte der OB diese Operation nach knapp einer Stunde zügig absolviert. Das technische Prozedere verlief harmonisch und unfallfrei. Wenn man auf symbolische Betrachtung Wert legt, könnte man diesen Start als gutes Omen für die neue Amtszeit des Gemeinderates, die auf fünf Jahre befristet ist.

So sieht die Fraktion der Alternative für Deutschland (AfD) im Gemeinderat von Villingen-Schwenningen aus. Die Aufnahme zeigt im Vordergrund von links die Stadträte Olaf Barth, Martin Rothweiler (Fraktionsvorsitzender) und Eduard Friesen.
So sieht die Fraktion der Alternative für Deutschland (AfD) im Gemeinderat von Villingen-Schwenningen aus. Die Aufnahme zeigt im Vordergrund von links die Stadträte Olaf Barth, Martin Rothweiler (Fraktionsvorsitzender) und Eduard Friesen. | Bild: Stadler, Eberhard

Ein Neuanfang wird es für den Gemeinderat allemal werden: An seiner Spitze steht ein neuer Oberbürgermeister, der die Stadt regiert, sowie ein Gremien von 40 Ratsmitgliedern, von denen 15 Neulinge die Arbeit aufnehmen. Besonders signifikant: Die AfD ist erstmalig mit drei Vertretern im Gemeinderat und hat Fraktionsstatus erreicht, was ihr Mitsprache in fast allen Gremien ermöglicht.

Einstimmig und harmonisch hat der neugewählte Gemeinderat seine Ausschüsse und Untergremien besetzt. Diese Aufnahme zeigt bei der Abstimmung im Vordergrund Mitglieder der CDU-Fraktion mit (von rechts) den Stadträten Dietmar Wildi, Klaus Martin, Dirk Sautter und Wolfgang Zimmermann.
Einstimmig und harmonisch hat der neugewählte Gemeinderat seine Ausschüsse und Untergremien besetzt. Diese Aufnahme zeigt bei der Abstimmung im Vordergrund Mitglieder der CDU-Fraktion mit (von rechts) den Stadträten Dietmar Wildi, Klaus Martin, Dirk Sautter und Wolfgang Zimmermann. | Bild: Stadler, Eberhard

OB Jürgen Roth ermunterte die Ratsmitglieder, ihre vom Wähler übertragene Verantwortung wahrzunehmen, mahnte aber auch: „Manchmal hat man das Gefühl, wir stehen uns hin und wieder selbst im Weg“. Die Gemeinderäte hätten es nun in der Hand, „Villingen-Schwenningen weiter voranzubringen“. Um dies zu erreichen, bedürfe es konstruktiver, „aber fairer Debatten“, eines offenen Austausches sowie nach getroffenen Entscheidungen kollegialer und zukunftsorientierter Zusammenarbeit.

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Einstimmig wurden auch die ehrenamtlichen Stellvertreter des Oberbürgermeisters aus der Mitte des Gemeinderates gewählt: Friedrich Bettecken (CDU), Elif Cangür (Grüne), Bertold Ummenhofer (Freie Wähler) und Siegfried Heizmann (SPD).

Beim anschließenden gemeinsamen Essen in der der Zunftstube der Schwenninger Narrenzunft gab es für die Damen und Herren des Gemeinderates die erste Gelegenheit, sich über die Fraktionsgrenzen hinaus näher kennenzulernen.