Die Grünen fordern keineswegs Tempo 30 in allen Straßen des Stadtgebietes von Villingen-Schwenningen. Dies betonte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrike Salat in einer Reaktion auf den SÜDKURIER Artikel vom vergangenen Samstag (“Grüne wollen Tempo 30 in der Stadt“).

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Es geht um eine Pressemitteilung der Grünen zum Lärmaktionsplan Version 3 und eine persönliche Stellungnahme der Grünen-Stadträtin Ulrike Salat. Diese betont jetzt, dass die Feststellung im SÜDKURIER-Artikel nicht zutrifft, „im gesamten Stadtgebiet soll die Regelgeschwindigkeit auf Tempo 30 gesenkt werden“.

Denn wörtlich heißt es in der Stellungnahme der Grünen zum Lärmaktionsplan Version 3: „Senkung der Regelgeschwindigkeit: Tempo 30 auf den entlasteten Straßen im kompletten Stadtgebiet (das ständige Abbremsen und Wiederbeschleunigen ist eine Lärmquelle).“ Gemeint ist hierbei, so verdeutlich Ulrike Salat, dass Straßen, welche lärmbelastet sind, entlastet werden müssen und das nicht durch punktuelle Reduktion der Regelgeschwindigkeit über 100 oder 200 Meter entlang der Straße sondern durch komplette Beruhigung der Straße. Andernfalls würden diese Maßnahmen das Problem einfach nur auf einen anderen Straßenabschnitt verschieben.

„Wir haben nicht geschrieben, dass alle Straßen in VS mit Tempo 30 belegt werden sollen“, stellt sie fest. Es gebe Straßen, wie wichtige Verbindungsstraßen im Stadtgebiet oder Zubringer zu Industriegebieten und Straßen in Industriegebieten, wo weiterhin Tempo 50 sinnvoll sei. Nur muss ihrer Meinung nach die Frage, welche Straßen Tempo 30 sein sollen und welche Tempo 50, in einem Lärmaktionsplan langfristig geplant und dann umgesetzt werden. Sonst entstehe ein Flickenteppich, „wie wir ihn derzeit im Stadtgebiet haben“.