Ein Hundehalter hatte sein Tier aus den Augen verloren – die Folgen waren fatal. Vermutlich am Montag, 12. August, wurde im Stadtbezirk Schwenningen im Bereich „Hintere Wiesen“, ein Gebiet zwischen dem Wohngebiet Hammerstatt und der Bundesstraße, ein Reh von einem wildernden Hund gerissen, meldet die Stadtverwaltung. Das Forstamt der Stadt Villingen-Schwenningen bittet telefonisch unter 07721/82-1501 um sachdienliche Hinweise.

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Forstamtsleiter Tobias Kühn präzisiert gegenüber dem SÜDKURIER den Vorfall. Ein Spaziergänger fand das verendete Reh und berichtete davon im sozialen Netzwerk. Das Forstamt stellte fest, dass das Reh eindeutig gerissen wurde, „mit Sicherheit von einem größeren Hund, möglicherweise von einem Schäferhund“. Die Kehle war durchbissen, andere Todesursachen scheiden aus. Das Reh war aber nicht angefressen, sodass Kühn davon ausgeht, dass der Halter in der Nähe war und sofort danach seinen Hund mitnahm. Vielleicht habe jemand diese Szenerie beobachtet. Andere Todesursachen scheiden aus. Manchmal werden Rehe auch angefahren, die sich dann auf ein Feld schleppen und sterben. Das schließt Kühn in diesem Fall aus.

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Solche Fälle von Wilderei kämen im Stadtwald ein – bis zweimal im Jahr vor. Kühn möchte mit dem Zeugenaufruf auch die Hundehalter sensibilisieren, ihre Tiere anzuleinen. Wird die Person ermittelt, deren Hund das Reh riss, muss sie für den Schaden aufkommen. Außerdem droht ihr ein Bußgeld. „Ein Kavaliersdelikt ist das nicht“, betont der Forstamtsleiter.