Bald ist es soweit, die evangelisch-freikirchliche Gemeinde in Villingen kann mit dem Neubau der Gnadenkirche beginnen, in deren Saal künftig bis zu 700 Leute Platz finden sollen. Der offene Stil und die neumodische Musik in der Gnadenkirche sagt vielen zu, sodass die Kirche einen stetigen Zulauf von Mitgliedern hat und nun aufstocken muss.

"Der Bebauungsplan ist mittlerweile einstimmig beschlossen worden und sobald wir die Baugenehmigung haben, möchten wir mit den Bauarbeiten anfangen", erzählt Tobias Walderich, der Leiter des Bauausschusses. Die Gemeinde hofft, dass die Baugenehmigung Ende April eintrifft, damit sie Anfang Mai mit dem Bau starten können.

Gestartet wird dann mit der Baugrube und dem Rohbau. Im Herbst soll bereits das Dach gedeckt werden. Die letzten Bäume auf dem 7 000 Quadratmeter großen Grundstück im Zentralbereich – in der Nähe der Jugendverkehrsschule – sind bereits vor einigen Wochen gefällt worden. "Die Bäume haben wir mit einigen Mitgliedern der Kirche eigenhändig gefällt und abtransportiert", sagt Jörg Robold der Pressesprecher der Gnadenkirche.

2 200 Quadratmeter soll das Gebäude groß werden. Neben dem Kirchensaal sind auf dem Grundstück ein Kinder- und Jugendbereich mit kleinem Kirchenraum, eine Küche, Pastorenbüros sowie ein Kinderspielplatz, eine Hausmeisterwohnung und fast 100 Parkplätze geplant. Finanziert wurde das Millionen-Projekt komplett eigenständig von den Mitgliedern der Kirche.

Das alte Gebäude der Gnadenkirche am Wiener Platz wird verkauft. "Wir möchten wirklich alles hier zentrieren vor allem auch wegen der Fusion mit der Schwenninger Baptisten Gemeinde", erzählt Tobias Walderich.

Die Gottesdienste sind derzeit proppenvoll, weshalb auch an Weihnachten zwei Gottesdienste veranstaltetet werden mussten, um alle 300 aktiven Mitglieder unterbringen zu können. "Wir möchten einfach einen Raum für alle zusammen anbieten können", sagt er. Im Sommer 2020 könnte das bereits Realität sein.