Gemeindeschopf in Herzogenweiler, an die 30 Grad Außentemperatur, Sonne pur – und fast alles ist bereitet für das Menschenkicker-Turnier der Glaser. Steh- und Sitzplätze links und rechts der Kampfbahn sind gefüllt mit erwartungsfrohen Schlachtenbummlern. Fünf Mannschaften zu je fünf Spielern hatten sich ursprünglich gemeldet, eine sechste, bestehend aus dem alten und neuen Ortschaftsrat, wurde kurzfristig verkuppelt. Aber kommt Zeit, kommt Rat, und nach kurzer Schamfrist stand auch dieses Team parat, und los ging es. Was dann folgte, war Beinarbeit pur im Kampf um das Runde, das selbstverständlich ins Eckige musste.

Die „Doppelspitze“ des Ortschaftsrates auf Torejagd.
Die „Doppelspitze“ des Ortschaftsrates auf Torejagd. | Bild: Gerhard Blessing

Auf der Basis jeder gegen jeden hatten die Mannschaften je fünf Spiele á acht Minuten zu absolvieren, ehe gegen Abend das Ergebnis des Turniers feststand. Das Wichtigste im Voraus: Es gab keine Kolateralschäden im eigentlichen Sinn. Kein Querschläger räumte die Gästetische ab und Kopf, Arme und Beine blieben im Großen und Ganzen am Mann und an der Frau, so dass die Helfer vor Ort (HvO) doch einen geruhsamen Nachmittag hatten, während ansonsten angesichts der Hitze nicht nur der Schweiß in Strömen floss. Gewinner des Tages aber war das Stammtischteam der „Unitet Kickers“ aus Herzogenweiler/Pfaffenweiler mit der maximalen Punktzahl von 15. Zweiter wurde die Osemalizunft aus Tannheim mit sieben Punkten, dicht gefolgt von den Wolfbach-Rollis aus Pfaffenweiler mit gleicher Punktzahl, aber dem schlechteren Torverhältnis. Vierter wurde die Feuerwehr Herzogenweiler mit fünf Punkten, gefolgt vom Ortschaftsrat und der Musik- und Trachtenkapelle Pfaffenweiler mit jeweils vier Punkten.

Kinder im Malstudio.
Kinder im Malstudio. | Bild: Gerhard Blessing

Nach dem heißen Match war naturgemäß nur noch Entspannen angesagt und Feiern bis in die Nacht hinein und darüber hinaus im und am Festzelt neben dem Glaserstüble. Anderntags, am Sonntag, ging es wieder weiter mit dem Frühschoppen. Aber bald füllten sich die Plätze wieder zum Mittagessen trotz der enormen Hitze, zumal auch das Musikduo Sigi und Bob für neuen Schwung sorgte. Eine riesige Kuchentheke verführte Groß und Klein zu weiterem Genuss, und auch das Glücksrad trug zur weiteren Unterhaltung bei. Die Kinder hatten ihren Spaß beim Spielen, Schminken und Malen, und abends wurde sogar ein Feuer gemacht und die kleinen Gäste konnten Stockbrote backen nach Herzenslust.

Betrieb auf dem Festplatz.
Betrieb auf dem Festplatz. | Bild: Gerhard Blessing

So ging ein Sommerfest der Glaser zu Ende, das ganz unter dem Eindruck großer Hitze stand, und das in jeder Hinsicht. Aber die Glaser, sturmerprobt in den Stürmen des Winters, meisterten auch diese Herausforderung im Sommer mit Bravour.

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