In den Monaten Februar und März ist für viele Vereine die Zeit, in der sie ihre Jahreshauptversammlungen abhalten. Die Vereinsvorstände legen Rechenschaft über das vergangene Jahr ab, Regularien bestimmen die Tagesordnung, so steht es in den Satzungen. Bei den einen eine Pflicht, die in kurzer Zeit abgehandelt wird, andere gönnen den Mitgliedern eine Pause, weil sich die Berichte oftmals zu arg in die Länge ziehen. Einen guten Mittelweg gab es bei der Jahreshauptversammlung des Geschichts- und Heimatvereins Villingen.

  • Die Eckpfeiler: Ein fundierter, auf die wichtigsten Ereignisse beschränkter Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Werner Echle, der alle wichtigen Punkte enthielt. Ein Kassenbericht, aus dem über die wichtigsten Posten und von einem leichten Überschuss berichtet wurde, vorgetragen vom Vizevorsitzenden Andreas Flöß in Vertretung des entschuldigten Schatzmeisters Hasko Froese. Ein Kassenprüferbericht von Rolf Wagner, der unterhaltsam und dabei sehr informativ auch über die Aufgaben eines Kassenprüfers berichtete. Neuwahlen, bei denen sich Kandidat Edgar Tritschler für das Amt des Vizevorsitzenden vorstellte und sich über seine Ziele äußerte. Und eine langjährige, für den Verein sehr wichtige und geschätzte Schriftführerin Helga Echle, die eigentlich aufhören wollte, aber sich nochmals für zwei Jahre zur Verfügung stellt, um den 2019 neu zu wählenden Vorsitzenden noch ein Jahr im Amt zu unterstützen.
    Im Bild von links Andreas Flöß, der in den Beirat gewählt wird, sein Nachfolger als Vizevorsitzender, Edgar Tritschler, der Vorsitzende Werner Echle und die wiedergewählte Schriftführerin Helga Echle. Bild: Roland Dürrhammer
    Im Bild von links Andreas Flöß, der in den Beirat gewählt wird, sein Nachfolger als Vizevorsitzender, Edgar Tritschler, der Vorsitzende Werner Echle und die wiedergewählte Schriftführerin Helga Echle. Bild: Roland Dürrhammer
  • Die Personalien: Werner Echle wird 2019 nach vier Jahren nicht mehr zur Wahl antreten, im Verein aber weiterhin mitarbeiten. Andreas Flöß stellte sich als Vizevorsitzender nicht mehr zur Wahl, um sich zukünftig auf seine neue Aufgabe als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Gemeinderat zu konzentrieren. Mit dieser Aufgabe wird er auch weiterhin wichtiges Bindeglied zwischen Verein und Gemeinderat bleiben und wurde von der Versammlung in den Beirat gewählt. Insgeheim hatte man die Hoffnung, Flöß könnte die Nachfolge von Echle übernehmen, um einen Generationswechsel im Vorstand einzuläuten. Vizevorsitzender wurde Edgar Tritschler, der in der Villinger Südstadt aufgewachsen ist und seit 1978 Mitglied ist im Verein. Als studierter Wirtschaftswissenschaftler mit Lehrstühlen und Professur in Stuttgart und Karlsruhe hat er Villingen und den Verein nie aus den Augen verloren. "Nach meiner Rückkehr vor 18 Monaten war für mich klar, mich in irgendeiner Position im Verein einzubringen", so Tritschler in seiner Vorstellung. Spekulationen, dass er 2019 die Nachfolge von Echle übernehmen wird, ließ er erst gar nicht aufkommen. "Mein Ziel ist es, in der Vereinsführung den Generationswechsel zu vollziehen, und es liegt mir besonders am Herzen, dass der Verein eine Wächterfunktion hat, um den Blick auf die Schönheit unserer Stadt deutlich zu machen", definiert Tritschler seine Ziele im ersten Jahr seiner Amtszeit.
  • Die Aktivitäten: Echle beschränkte sich auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres. Er dankte allen, die ihren Beitrag zu Besichtigungen, Führungen und Exkursionen geleistet haben. Höhepunkte waren die Führung von Pfarrer Kurt Müller unter dem Titel "Schätze und Geheimnisse in der Benediktinerkirche" mit 100 Teilnehmern oder die Tages- und Mehrtages-Exkursionen unter anderem mit einer Studienreise nach Schottland. Auch für 2018 wurde wieder ein umfangreiches Programm für die 588 Mitglieder und Interessenten zusammengestellt. Gespannt kam man auf das 50-jährige Vereinsbestehen 2019 sein. "Die Planungen sind im Gange und der Festakt wird am 28. Juni 2019 im Münsterzentrum sein", verrät Echle vorab. Und: "Unser gutes Finanzpolster ist hilfreich, um das Jubiläum, die anstehenden Aktivitäten und ein über die Region hinaus einmaliges Jahresheft mit hohem Ansehen zu finanzieren."