Es ist wieder soweit: Das Franziskanermuseum lädt zum inzwischen vierten Keltentag. Dieses Mal begrüßt das Muesum die Living-History-Gruppe Carnyx aus Rottenburg am Neckar, die sich mit experimenteller Geschichtsdarstellung der keltischen Zeit beschäftigt. Die Keltengruppe wurde bereits vor 20 Jahren von Tübinger Archäologen und Geschichtsinteressierten gegründet. Ihr Name Carnyx steht für eine keltische Kriegstrompete.

In ihrem Lager im Innenhof des Franziskaners erleben die Besucher Vorgeschichte zum Anfassen: Gezeigt werden Ausrüstung und Bewaffnung keltischer Krieger sowie Tracht und Schmuck der Frauen dieser Zeit. Vorgeführt werden soll dabei unter anderem die Brettchenweberei und die Herstellung eines Kettenhemdes.
Um 15 Uhr und um 16.30 Uhr stehen eine Keltische Waffenschau auf dem Programm.

Waffen und Keramik

Pfeil und Bogen sowie Lanzen und Speere sind reichlich im archäologischen Fundgut keltischer Ausgrabungsstätten vertreten. Deshalb wird die Keltengruppe die unterschiedliche Form, handhabungsweise, Durchschlagskraft und Effizienz der Waffen – sei es auf der Jagd, sei es im Krieg – demonstrieren. Eine weitere Handwerkstechnik der Kelten, die Keramikherstellung, wird von der Keramikerin Bettina Kocak präsentiert. Sie stellt Repliken der Hallstatt-Keramik nach alten Techniken, das heißt ohne Drehscheibe, her. An ihrem Stand im Museumshof haben die Besucher selbst Gelegenheit, Ton zu bearbeiten.

Ergänzt wird das Lagerleben durch Mitmachaktionen für die ganze Familie und Führungen durch die Abteilung Keltisches Fürstengrab Magdalenenberg. Als Gastmuseum stellt sich am das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg aus Konstanz vor und lädt die jüngeren Besucher ein, keltische Fibeln zu biegen und typische Gewänder dieser Zeit anzuprobieren. Dank der finanziellen Untersützung des Freundeskreises Städtische Museen in Villingen-Schwenningen kann der Keltentag bei freiem Eintritt besucht werden. Parallel findet auch in diesem Jahr der verkaufsoffene Sonntag in der Villinger Innenstadt statt.