Zunächst müssen die Kommunalpolitiker das Thema am 6. Dezember im Technischen Ausschuss, ab 17.30 Uhr im Matthäus-Hummel-Saal, beraten, am 14. Dezember soll der Gemeinderat dann die Trasse beschließen oder ablehnen. Hintergrund: Aktuell besteht keine durchgehende Radverbindung zwischen Donaueschingen und Villingen, Knackpunkt ist das fehlende Stück bei Marbach. Das bekommen sowohl Zweiradler von hier, als auch die Radwanderer, die den Brigach-Radweg nutzen, zu spüren. In Marbach müssen sie in Richtung Brigachtal auf die stark befahrene Kirchdorfer Straße ausweichen, bevor sie am Ortsausgang von Marbach auf einen schmalen Radweg wechseln können, in Kirchdorf queren sie die Landesstraße ein weiteres Mal, bevor sie wieder auf den Radweg an der Bahnlinie gelangen. Aus Villingen können Radler auch die Route über Rietheim nehmen, aber auch hier sie eine viel befahrene Straße überqueren und einen steilen Hang bewältigen.

Nach einer Rangliste des Kreises, die ein Ingenieurbüro erarbeitet hat, steht die Verbindung zwischen Marbach und Brigachtal unter 70 vorgeschlagenen Radrouten auf Platz eins mit dem höchsten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die geplante Trasse verläuft von der Steinwiesenstraße in Marbach entlang der Bahnlinie. Ein Stück weit könnten Landwirte den Radweg auch für Traktoren nutzen. Er liegt möglichst weit von der Brigach entfernt. Sollte es zu einem Hochwasser kommen, bildet der Radweg laut Stadtbauamt kein Hindernis.

Das Stadtbauamt rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Mit der Bau kann aber erst begonnen werden, wenn der Förderbescheid vorliegt, der im April/Mai nächsten Jahres erwartet wird. Laut Bauverwaltung erhielte die Stadt einen der landschaftlich attraktivsten Radwege auf dem Gemeindegebiet, der auch von Berufspendlern mit den Pedelecs genutzt werden könne.