Der Verwaltungsausschuss will ein ganzes Bündel an Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Sportstätten in der Doppelstadt wieder auf Vordermann zu bringen und auch neue Möglichkeiten für den Vereins- und Schulsport zu schaffen. Für das Gutachten des Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) gab es viel Lob seitens der Stadträte, aber auch viele Nachfragen. Es sollen beispielsweise insgesamt 17 Hallen untersucht werden, um so den notwendigen Sanierungsbedarf festzustellen. Außerdem stellt die Stadt Mittel in den Haushalt, um das Außensport-Gelände der Goldenbühlschule zu überplanen. Hier will der Turnverein eine Sporthalle errichten, die aber auch für den Schulsport genutzt wird.

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Genau daran entzündete sich eine längere Diskussion. So wollte Klaus Martin von der CDU wissen, was denn die Formulierung, dass die Stadt das Bauvorhaben des TV Villingen bezüglich einer eigenen Turnhalle unterstütze, genau bedeute. „Was kommen da für weitere Kosten auf uns zu?“, fragte Martin. Auch Hans-Joachim von Mirbach von den Grünen wollte wissen, wie weit die Unterstützung der Stadt in dieser Sache gehe. „Ich gehe davon aus, dass nicht die Stadt mit eigenen Mitteln die Halle baut.“

Wie Stefan Assfalg, Leiter des Amtes für Jugend, Bildung, Integration und Sport erklärte, sei angedacht, dass der Turnverein die Halle baue. „Da dort aber auch Schulsport stattfinden soll, ist auf jeden Fall ein weiteres Invest der Stadt erforderlich.“Noch nicht geklärt sei, wie die laufenden Kosten für die Halle aufgeteilt werden sollen. Auch Nicola Schurr von der SPD ließ nicht locker und bohrte nach, wie denn die Pläne für diese Halle des Turnvereins aussehen: „Wir schmeißen ja kein Geld in den Bach.“ Oberbürgermeister Roth betonte ausdrücklich, dass es im Moment nur darum ginge, eine Planungsrate in den Haushalt einzustellen, damit dieses Gelände endlich überplant werden könne. Als Kompromiss einigten sich Stadträte und Verwaltung dann auf die allgemeinere Formulierung, Planungsmittel für das Bauvorhaben Sportplatz Goldenbühl einzustellen, der Turnverein wird nur noch in einer Klammer erwähnt. Jetzt müsse der Verein schnell seine Vorstellungen formulieren, was er genau an dieser Stelle braucht und realisieren möchte, erklärte Experte Jörg Wetterich vom Institut.

Irritationen gab es wohl offensichtlich auch in Tannheim wegen den Plänen, zwei Kunstrasenplätze in Marbach und Pfaffenweiler zu schaffen. In der Vorlage ist formuliert, dass im Gegenzug geprüft werden müsse, ob andere Sportflächen dafür geschlossen werden können. Der FC Tannheim befürchtete nun, dass der Hartplatz davon betroffen sein könnte. Dies verneinte Stefan Assfalg aber vehement und beruhigte die Tannheimer: „Daran war und ist nie gedacht.“

Vom Tisch seien, wie Assfalg erklärte, Überlegungen der Turngemeinde Schwenningen, eventuell auch eine eigene Halle bauen zu wollen. Nachgedacht wird aber über eine Halle im Zentralbereich. Für Mühlhausen soll es um eine Erweiterung der bestehenden Halle gehen und nicht mehr um einen Neubau. Bürgermeister Bührer wies angesichts der Fülle an Planungen aber auf die engen Kapazitäten der Ämter hin: „Es ist ganz klar, dass wir Dinge schieben müssen.“

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