Warum tragen die Uhren auf den Villinger Stadttoren unterschiedliche Farben? Was hat es mit dem Sühnekreuz im Tannenhörnle auf sich? Und was macht die Pauluskirche in Schwenningen so besonders? Das waren drei von insgesamt 50 geheimnisvollen Geschichten, die die Journalistinnen Eva-Maria Bast und Heike Thissen für den ersten Band der „Geheimnisse der Heimat“ recherchierten.

Im Jahr 2011 kam das Buch in Zusammenarbeit mit dem SÜDKURIER heraus und war sofort ein großer Erfolg. Dass es aus Villingen-Schwenningen mehr als 50 geheimnisvolle Geschichten zu erzählen gibt, merkten die beiden SÜDKURIER-Mitarbeiterinnen bereits damals.

Deshalb arbeiten Eva-Maria Bast und Heike Thissen ab sofort an einem Folgeband der inzwischen preisgekrönten Buchreihe über die Doppelstadt.

Mit dabei sind bereits bekannte, aber auch viele neue Stadtkenner aus Villingen und Schwenningen. Denn zum Konzept der „Geheimnisse“ gehört, dass heimatverbundene Menschen mit ihrem Expertenwissen zu Wort kommen und helfen, die Rätsel zu lösen, die hinter kaum beachteten Relikten stecken.

„Wir suchen nach Überbleibseln aus der Vergangenheit, nach Dingen, an denen man täglich vorbeiläuft, ohne sie wahrzunehmen. Oder bei denen man sich fragt, was es damit eigentlich auf sich hat“, erklärt Eva-Maria Bast. „Dann recherchieren wir die Geschichten hinter diesen Überbleibseln und erzählen sie im Buch.“

Dabei werden die beiden Journalistinnen tatkräftig vom SÜDKURIER und vielen Menschen aus VS unterstützt. „Ohne die Geheimnispaten wäre unsere Arbeit gar nicht möglich. Wir schreiben die Geschichten zwar auf, aber ein Großteil des Wissens kommt von den Menschen, denen etwas an ihrer Heimat liegt“, sagt Heike Thissen.

Aktuell sind die beiden Autorinnen auf der Suche nach geschichtskundigen Menschen aus der Doppelstadt, um mit ihnen auf Geheimnissuche zu gehen. Denn noch sind nicht alle Relikte gefunden, die im Buch landen sollen. „Eigentlich kommt jeder Villinger oder Schwenninger als Geheimnispate in Frage, der eine interessante Geschichte hinter einem Relikt kennt“, erklärt Eva-Maria Bast.