Das Wetter zeigt sich etwas launisch, aber radeln geht immer. Einfach eine Regenjacke zur Sicherheit einpacken und schon kann man problemlos mit dem Fahrrad die schöne Umgebung erkunden. Die Region bietet wunderbare Möglichkeiten und ein in Teilen gut ausgebautes Netz an Radwegen. Seit in den letzten Jahren neu angebrachte Schilder für eine gute Streckenführung sorgen, braucht man häufig nicht mal eine Straßenkarte, um den Weg zu finden. Der Südkurier hat zwei Touren ausgesucht – eine für die Familie mit Kindern. Die andere, mit einigen bissigen Steigungen im Angebot, richtet sich an ältere Radler mit Pedelec oder an sportliche Naturen, die noch mit Muskelkraft strampeln.

  • Die Familientour: Gut für Kinder, die sich noch nicht im pubertären Verweigerungsmodus befinden ist der Besuch des Unterkirnacher Streichelzoos. Der Start in Villingen führt über Volkertsweiler. Dazu fahren wir über die Hammerhalde und dort entweder über den Lorettoweg oder aber, wenn man asphaltierten, aber wenig frequentierten Straßen den Vorzug geben möchte, den Volkertsweilerweg. In Volkertsweiler sieht man rechts am Waldrand das Forsthaus und den Wegweiser „Täfeletanne“. Diesem Waldweg folgt man etwa vier Kilometer, dann befindet man sich in Unterkirnach. Hier kann man am Schlossberg den Streichelzoo besuchen. Ein Spielplatz lädt bei der Spielscheune zum Verweilen ein und am Weiher können die Kinder (in Badesachen) mit einem Floß übersetzen. Für den Rückweg nach Villingen nimmt man für die ersten 600 Meter dieselbe Route wie auf dem Hinweg. Doch dann, statt den Rossackerweg geradeaus über die Täfeletanne zurück zu fahren biegt man links in den Brestenbergweg ab ins Wohngebiet hinunter. Nach 200 Metern in einer Abzweigung rechts führt der wunderbare Maria-Tann Radweg die Kirnach entlang bis zum Kirnacher Bahnhöfle, von wo man über die Feldnermühle nach Villingen zurückkommt. Diese Tour ist etwa 17 Kilometer lang.
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  • Die sportliche Tour: Diese Tour zum Campingplatz Sunthausen kann man auch zu einem kleinen Triathlon mit Fahrradfahren, Schwimmen und Laufen um den See machen. Aber auch ein Genuss-Triathlon mit den Disziplinen Fahrradfahren, Kuchenessen und Schöner Aussicht lässt sich so bestreiten. Wir fahren über die Schlachthausstraße zur Kutmühle und die Mühlenstraße mit einem bissigen Anstieg hinauf zur Straße Richtung Marbach und folgen dem Radweg. Vor der Bahnunterführung nehmen wir den nächsten steilen Anstieg Richtung Terra Wohnpark und folgen der Dietentalstraße hinunter Richtung Ortsmitte.
Beeindruckend, der Mühlhausener Wasserfall. Wenn Wasser da ist. Ein Großes Schild am Wegesrand weist auf seine Existenz hin. Bild: Uwe Spille
Beeindruckend, der Mühlhausener Wasserfall. Wenn Wasser da ist. Ein Großes Schild am Wegesrand weist auf seine Existenz hin. Bild: Uwe Spille
  • In der Kurve der Ostbahnhofstraße vor dem Bahnübergang biegen wir links in den asphaltierten Wirtschaftsweg ab, der uns über eine Strecke von sechs Kilometern nach Bad Dürrheim bis zu den Bohrtürmen führt. Ab hier geht es immer steiler werdend hinauf zur Hirschhalde. Ab der Hirschhalde geht es zügig bergab bis zum Campingplatz Sunthausen, wo es leckeren Kuchen und Kaffee und auch kleine Gerichte für hungrige Radler gibt. Wer einen Euro Eintritt bezahlt, kann in dem See schwimmen und auf der idyllischen Liegewiese etwas ausruhen.
Die Mühlhauser Halde ist ein Naturschutzgebiet. Bild: Spille
Die Mühlhauser Halde ist ein Naturschutzgebiet. Bild: Spille
  • Vom Campingplatz führt unser Weg weiter mit der Radbeschilderung nach Tuningen. Hier folgen wir der Dengenstraße Richtung Mühlhausen für ca. eineinhalb Kilometer und nehmen dort den rechts abbiegenden Radweg. Dieser führt uns über die Bundesstraße. Kurz nach der Brücke biegt der Weg links ab. Vorsicht ist hier geboten, es geht steil hinunter und es besteht Sturzgefahr, da der Weg in einem schlechten Zustand ist. Dafür entlohnt der „Mühlhausener Wasserfall“, der sich hier in einem kleinen Waldstück befindet. Sehr attraktiv ist der folgende Blick auf die Mühlhauser Halde, ein Heidegebiet. Von hier geht es hinunter bis Schwenningen, wo man am ehemaligen Landesgartenschaugelände vorbei über das Schwenninger Moos und das Zollhaus nach Villingen zurückfährt.
Beeindruckend, der Mühlhausener Wasserfall. Wenn Wasser da ist. Ein Großes Schild am Wegesrand weist auf seine Existenz hin. Bild: Spille
Beeindruckend, der Mühlhausener Wasserfall. Wenn Wasser da ist. Ein Großes Schild am Wegesrand weist auf seine Existenz hin. Bild: Spille
  • Wegstrecke ca. 35 Kilometer mit einigen Anstiegen. Dafür wird man mit herrlichen Aussichten auf Schwäbische Alb und Baar entlohnt.

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