VS-Villingen (tri) Acht Villinger Narros und Morbile haben sich seit Oktober in die Redaktionsstube zurückgezogen, waren oft offiziell beim Skifahren und arbeiteten tatsächlich ganz geheim am neuen Narroblatt. Die Ausgabe Zwo-Neunzehn erscheint diesen Samstag, 10 Seiten stark für ein Hiddelisgeld von 2,50 Euro.

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Auffällig oft portraitiert wird dabei Anselm Säger. Offenbar müssen sich die Narros noch ein wenig am neuen Zunftmoaschter abarbeiten. Glanzstück ist dabei eine mit bilderreichen Beweisstücken versehene Tete-a-Tete-Story des Narrochefs mit Antita Auer, saftig betitelt mit der Bemerkung: „Die heimlichen Gedankenspiele des Anselm S. aus V.“

Etwas verunstaltet, aber dafür ziemlich auffällig kommt der historische Seitenkopf des Narroblättles daher. Masch-
gere mit roten Augenbinden und plakativ appliziert ein „Strähl-Wautscher“. Quasi aus Gründen des Datenschutzes regen die spitzgriffeligen Zünftler an, künftig am Straßenrand nicht mehr wahllos zu strählen, sondern nur noch dort vokabular zuzuschlagen, wo ein Strähl-Wautscher hochgehalten wird. Die Datenschutzgrundverordnung lässt grüßen oder Narri-Narro.

Narros mit rotem Balken: Das weist auf das neue Thema in der Zunftzeitung hin, die jetzt erscheint. Bild: Norbert Trippl
Narros mit rotem Balken: Das weist auf das neue Thema in der Zunftzeitung hin, die jetzt erscheint. Bild: Norbert Trippl | Bild: Trippl, Norbert

Gnadenlos enthüllt wird von den Zunftschreibern, weshalb Katharina Hirt OB Kubon in öffentlicher Ratssitzung mitteilte, er brauche wegen ihr nicht zu stöhnen. Oder wie Zunftbolizischten vor der Zunftstube bei einer Falschparkerin durchgriffen oder weshalb der Romeias im Riet nun vom Turmbild herabgestiegen ist. Seitenhiebe gibt es weiter für Katzen-Chef Schaaf, die Rietfamilie Blaser und Zunfträte, die sich im Zug an den Kindertisch setzten. Geht ja alles gar nicht, vermittelt die neue Narrozeitung rügend.

Den neuen OB haben die Narros auf die letzte Seite gestellt. Ganz unten liest man dort eine Replik zu einem Roth´schen Wahlkampfbild. Der neue OB hatte doch glatt das Café am Riettor im Wahlkampf-Schussel nach Schwenningen verlegt, was ihm nun eine zünftige Klatsche in der Narrozeitung einbringt, sozusagen mit waschechten Grüßen aus Villingen. Seite zehn für Roth und Seite vier für Kubon. Platzierungstechnisch kann es – eigentlich – nur besser werden für Oberbürgermeister Roth bei der Zunft.

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