Strahlende Gesichter gestern an der Kreuzung Wieselsbergstraße und Goldenbühlstraße. Nach monatelangen Bauarbeiten, Straßensperrungen und Umleitungen ist die Baustelle jetzt abgeschlossen, der Verkehr fließt wieder. Mehr noch: Damit ist nach neun Jahren das größte zusammenhängenden Straßenbauprojekte der Stadt endlich abgeschlossen.

Bei der Stadtverwaltung lief die Baumaßnahme unter dem Arbeitstitel „Stadteinfahrt-West“. Sie beinhaltete die Vollsanierung der Goldenbühlstraße, der Straße „Am Krebsgraben“, des Neuwiesenstegs und ein Teil der Wieselsbergstraße von der Kreuzung zur Goldebühlstraße/Schelmengaß bis hinauf zum Anschluss an die B 33. Insgesamt wurden damit 2,5 Kilometer Straße komplett saniert.

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Für das Tiefbauamt der Stadt ist damit ein Mega-Projekt abgearbeitet. Deshalb war der gestrige Pressetermin mit der offiziellen Verkehrsfreigabe auch Anlass zur Freude und zur Rückschau auf ein nichtalltägliches Vorhaben. Neun Jahre lang wurde, mit Unterbrechungen und vielen Teilabschnitten, an dieser Straßenerneuerung gebaut. 8,86 Millionen Euro hat diese Straße gekostet, allerdings hat das Land dafür mit 4,3 Millionen Euro die Hälfte übernommen.

Oberbürgermeister Jürgen Roth dankte gestern allen Beteiligten, insbesondere den Baufirmen sowie den Mitarbeitern des Tiefbauamtes für ihren Einsatz. Sie alle hätten „tolle Arbeit“ geleistet. Nicht verschweigen wollte er, dass die lange Bauzeit sowohl für die Beteiligten als auch die Verkehrsteilnehmer, „eine lange und beschwerliche Zeit“ gewesen sei. „Aber jetzt haben wir 30 bis 40 Jahre damit Ruhe“, betonte Roth.

Baubürgermeister Detlev Bührer wies auf die Qualität der erneuerten Straße hin. Rund die Hälfte der Ausgaben wurden im Untergrund verbaut: Die 100 Jahre alten maroden Abwasserkanäle wurden durch neue ersetzt, ebenso sämtliche Strom-, Wasser- und Gasleitungen, dazu kam neues Breitbandkabel. Sämtliche Ampelanlagen wurden erneuert, die Kreuzungen modernisiert und blinden- und behindertengerecht gestaltet, Fahrradwege neu angelegt und manches mehr. Ob man eine solche Maßnahme noch einmal über so lange Zeit bauen würde, ließ Bührer offen. Diese Planung sei damals auch der finanziellen Lage der Stadt geschuldet gewesen.

Als nächstes Großprojekt beschäftigt sich das Tiefbauamt mit dem Neubau der Straße vom Industriegebiet-Ost in Schwenningen an den Autobahnzubringer B 523. In Villingen stehen in den nächsten Jahren die Sanierung der Peterzeller und der Kirnachere Straße an.