Zwei restaurierte Schwarzwälder Flötenuhren aus dem Jahr 1820 haben in der Schwarzwaldsammlung des Franziskanermuseums einen neuen Platz, eingerahmt in einer Glasvitrine, gefunden. Voller Stolz präsentierte Ina Sahl, Diplom-Restauratorin der städtischen Museen die beiden Flötenuhren.

"Bei der Standuhr konnte das Flötenwerk mit Erhaltung der historischen Substanz wieder spielbar gemacht werden", lobt Ina Sahl diese Arbeit der Orgelbauwerkstatt Jäger und Brommer aus Waldkirch. Acht Melodien aus 40 Holzpfeifen erklingen jetzt wieder aus dem Flötenwerk. Das Uhrwerk zu restaurieren wäre zu aufwendig und zu teuer gewesen. Auch bei der zweiten Flötenuhr, einer Wanduhr, sei eine komplette Restaurierung zu aufwendig gewesen. "Die Uhrschilder beider Uhren waren gezeichnet von Fehlstellen, Schäden an den Randzonen, Kratzspuren und Schmutzauflagerungen. "Das Uhrschild der Wanduhr hat unsere Praktikantin in einem Werkstattprojekt restauriert, das der Standuhr habe ich selbst restauriert", berichtet Sahl. Es sei eine aufwändige Restaurierung gewesen, die sich aber gelohnt habe.

"50 Prozent der reinen Restaurierungskosten wurden vom Land übernommen, mit der Bedingung, die Uhren nicht nur aufzubewahren, sondern sie der Öffentlichkeit vorzustellen", erläutert Claudia Geiser vom Franziskanermuseum, die sich dankbar zeigte, dass man den Freundeskreis Städtische Museen und die Sparkasse Schwarzwald Baar als Projektunterstützer gewinnen konnte. Beim Pressegespräch konnten diese Unterstützer schon vorab den Klang der Melodien aus dem Flötenwerk genießen. "Es war eine guten Entscheidung, die Flötenuhren zu restaurieren", bestätigt Jürgen Alscher, Schatzmeister im Freundeskreis Städtische Museen.