Villingen-Schwenningen – Die Feuerwehr Villingen-Schwenningen wird in immer stärkerem Maß zu Kaminbränden alarmiert. Der Grund: Holz als Brennstoff boomt, Häuslebesitzer und Mieter bauen in vielen Gebäuden Öfen ein. Es sei behaglich warm und man benutze Brennstoff aus heimischen Wäldern, argumentieren viele. Allerdings glauben einige, alles was brennbar ist, auch in den Kaminofen werfen zu können. Das aus diversen Gründen zu feuchte Holz führe dann meist zum unerwünschten Feuer, berichtet Markus Heinzelmann, hauptamtlicher Kommandant der Feuerwehr VS.



Dass die Floriansjünger verstärkt gerufen werden, wenn Kamine in Flammen aufgehen, ist auch Heinzelmann nicht verborgen geblieben. „In manchen Jahren war gar nichts, inzwischen werden wir deswegen öfters alarmiert“, erklärt er. Größter Fehler der Ofen-Fans: Nicht immer werde ausreichend abgelagertes Holz verbrannt. Meist sei es zu grün oder war falsch gelagert, also nicht trocken und gut durchlüftet, die Verbrennung verläuft daher unvollständig ab und im Kamin bildet sich sogenannter Glanzruss, der sich durch Funkenflug entzünden kann.

Neben dem zu hohen Feuchtigkeitsgehalt des Holzes wird möglicherweise auch die Brennstoffkammer falsch befüllt. Nicht jede sei für 33 Zentimeter lange Scheite ausgelegt, manche seien auch nur für 25 Zentimeter geeignet, berichtet der Obermeister der Schornsteinfegerinnung im Kreis, Werner Rottler. Die Bedienungsanleitung für die Öfen gibt darüber Auskunft.