Das VS-Forum bietet am Freitag, 18. Mai, 19.30 Uhr, Theater am Ring, Villingen, für die Leser dieser Zeitung 900 kostenlose Plätze. Wer sich jetzt mit der Anmeldung sputet, ist dabei.

Der 39-Jährige ist einer, von dem in der deutschen Politik noch viel erwartet werden kann. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen hat aber auch schon auf vielfach bemerkenswerte Weise auf sich aufmerksam gemacht. Es gilt als sein Verdienst, dass er die Freien Demokraten aus einer kritischen Phase nach dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Jahr 2013 neu aufstellen konnte. Mit einem durchstrukturierten Konzept erneuerte er als frisch bestellter Bundesvorsitzender die Liberalen in vielerlei Hinsicht. Viele Wähler schenkten der Partei 2017 erneut ihr Vertrauen. 10,7 Prozent waren ein eindeutiger Ausdruck dessen beim Urnengang.

Es war Christian Lindner, der im Herbst des Vorjahres, nach vierwöchigen Verhandlungen um eine neue Bundesregierung mit der CDU und den Grünen, allen Hoffnungen auf eine breit aufgestellte Regierungskoalition den Stecker zog. Eine „gemeinsame Modernisierung des Landes“ sei, so Lindner seinerzeit, mit Christdemokraten und Grünen aktuell nicht möglich. Sehenden Auges lenkte der studierte Politikwissenschaftler seine Partei in die Opposition. Er prägte dabei den Spruch: „Es ist besser, nicht zu regieren als falsch zu regieren.“

Lindner war schon vor der Bundestagswahl angesichts aussichtsreicher Ergebnis-Prognosen für ein Amt als Bundesminister so gut wie gebucht. Vor allem im Wirtschaftsministerium hätten den Mann aus Wermelskirchen bei Remscheid viele Bürger und Unternehmer des Landes gerne gesehen, bringt er doch berufliche Erfahrungen als Unternehmensberater und Firmengründer mit. Ein unter anderem von ihm im Jahr 2000 gegründetes Internetunternehmen leitete er ein Jahr als Geschäftsführer, bis er die Software-Firma verließ. Die GmbH war wenig später zahlungsunfähig. Die Probleme werden dem damals allgemein überhitzten Aktiensegment (Neuer Markt) zugerechnet.

Der Bundesvorsitzende der Freien Demokraten, Christian Lindner, spricht in Villingen beim VS-Forum des SÜDKURIER. Der 39-jährige Fraktionsführer der Liberalen im Deutschen Bundestag ist am Freitag vor dem Pfingstwochenende zu Gast im Oberzentrum.
Archivbild | Bild: Gateau/dpa

Der prominente Gast des VS-Forums diskutiert am Freitagabend vor dem Pfingstwochenende mit SÜDKURIER-Chefredakteur Stefan Lutz und dem Leiter der politischen Redaktion dieser Zeitung, Dieter Löffler, auf der Theater-Bühne am Villinger Romäusring. Zuvor spricht der Reserveoffizier der Luftwaffe über eines seiner Lieblingsthemen: „Eine neue Generation Politik in Europa“ verkörpert er selbst im Zeitalter des Franzosen Emmanuel Macron und des Austria-Kanzlers Sebastian Kurz.

Lindner reist eigens zu dieser Veranstaltung vor Beginn der Pfingstferien an. Er weilte zuletzt im Februar des Jahres 2016 in Villingen und gastierte dabei in der Lokalredaktion des SÜDKURIER zu einem ausführlichen Gespräch mit Redakteuren und Auszubildenden.
 

Kostenlos dabei

Anmeldungen zur Veranstaltung mit Christian Lindner sind auf zwei Wegen bequem möglich: Auf der Internetseite des Medienhauses SÜDKURIER unter der Adresse http://forum.suedkurier.de/villingen oder einfach telefonisch unter dieser aus dem Festnetz gebührenfreien Rufnummer: 0800-880-8000. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs angenommen. Sie sind durch die Anzahl der Plätze im Veranstaltungsraum begrenzt.