Über ein halbes Jahrhundert war Dieter Fürst ehrenamtlich in der evangelischen Kirchengemeinde Villingen engagiert und hat ihre Entwicklung wesentlich mitgeprägt. Sein Tod löst unter den vielen Gemeindegliedern, die mit ihm zusammen gearbeitet haben, Trauer aus, aber auch den Dank für gute Zusammenarbeit und vielfältige Unterstützung.

Mit 26 Jahren wurde Dieter Fürst in den Kirchengemeinderat gewählt. Seit dem hat der Jurist und Wirtschaftsprüfer als Kirchenältester Verantwortung übernommen und sich mit seiner persönlichen und beruflichen Kompetenz für die Belange der im traditionell katholischen Villingen noch relativ jungen Kirchengemeinde eingesetzt.

Urkunden und Ehrennadeln für sein engagiertes und segensreiches Wirken hat der Verstorbene im Laufe seines langen Lebens viele erhalten. Bei seiner Verabschiedung aus dem Kirchengemeinderat im Jahr 2013 erinnerte Dekan Wolfgang Rüter-Ebel an die umfangreichen Verdienste des damals 80-Jährigen um die Kirchengemeinde.

Von 1970 bis 2013 hat Dieter Fürst den Kirchengemeinderat Villingen mit Kompetenz und Umsicht geleitet. Die Entwicklung der Kirchengemeinde und ihrer Liegenschaften, des Diakonievereins, die Einrichtung der vier Stadtkirchengemeindezentren, die Gestaltung der Zusammenarbeit mit der württembergischen Nachbargemeinde Schwenningen, die Einrichtung des Bezirkskantorats und die Förderung der Kirchenmusik unter anderem durch Gründung eines Freundeskreises, Bauplanungen und deren Realisierungen sowie im Jahr 1976 die Gründung des evangelischen Kirchenbezirks Villingen tragen seine Handschrift. Auch der Bezirkssynode Villingen gehörte Fürst über Jahre hinweg an. In seinen letzten Lebensjahren wurde es stiller um ihn.

“Seiner Verwaltungskompetenz und seinem zuverlässigen Engagement verdanken die evangelische Kirchengemeinde und der Kirchenbezirk Villingen viel“, bringen Klaus Büch und Dekan Wolfgang Rüter-Ebel in einem Nachruf noch einmal in Erinnerung.