Warum gibt es ausgerechnet immer bei einem Thema Verzögerungen, bei dem aber höchste Eile geboten wäre: Der Schaffung von Sozialwohnungen und preisgünstigen Wohnungen. Es gibt viele Menschen in der Stadt, die seit langem verzweifelte aus unterschiedlichen Gründen eine bezahlbare Wohnung suchen und nichts finden.

Mit aller Macht sollte die Verwaltung dafür sorgen, dass hier Abhilfe geschaffen wird, dass sie den Bürgern passende Wohnungen anbieten kann. Die ganze Diskussion um die Wohnraumstrategie, die im ersten Anlauf krachend gescheitert ist, war blamabel: Betroffene waren nicht informiert und nicht eingebunden. Das hätte man dieses Mal besser machen können und müssen.

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Dabei wäre das Maßnahmenpaket ein Schritt in die richtige Richtung: Die Stadt muss dringend Anreize schaffen, damit Investoren mehr Sozialwohnungen bauen und der jetzt vorgelegte Maßnahmenkatalog könnte da helfen. Vor allem, weil sich die Bebauung des Mangin-Areals, auf dem ja viele Sozialwohnungen vorgesehen sind, deutlich verzögert. Bevor sich der neue OB Jürgen Roth nicht klar geäußert hat, ob die zentrale Verwaltung auf dem Gelände angesiedelt wird oder nicht, geht dort nichts voran.

Und da er eine Bürgerbefragung durchführen will, wird viel Zeit ins Land gehen, bis eine Entscheidung fällt. Vorher aber kann das Bündnis Faires Wohnen nicht anfangen. Auch die Franzosenwohnungen werden im Eiltempo hergerichtet, aber nicht für Familien, die eine günstige Bleibe suchen, sondern für Studenten der Polizeifachhochschule. Da die Lage so drängend ist, würde jede einzelne Wohnung, die preisgünstig auf den Markt kommt, helfen und hier wäre es wichtig gewesen, das Maßnahmenpaket für Investoren schnell auf den Weg zu bringen.