Jetzt endlich scheint es wahr zu werden: Der Technische Ausschuss hat am Dienstagabend einstimmig den Projektbeschluss für die Sanierung des Sportplatzes Hoptbühl befürwortet. Für rund 1,6 Millionen Euro soll der marode Platz, der seit 2017 gesperrt ist, komplett umgebaut und in eine moderne Sportanlage verwandelt werden, die auch von den Vereinen genutzt werden kann. Dafür wird eine Flutlichtanlage installiert. Der Sportverband als Vertreter der Sportvereine hatte sich für eine Doppelnutzung der Sportstätte ausgesprochen.

Bild: Hans-Juergen Goetz

Zwei Dinge erschienen den Stadträte unnötig und zu teuer: Eine Boulderwand für rund 120 000 Euro und ein einfaches Lager- und Materialgebäude für satte 238 000 Euro. Die Boulderwand ist ganz gestrichen, da sie auch von der Schule nur als Option eingestuft wurde, wie Dieter Kleinhans vom Amt für Gebäudewirtschaft erklärte. An dieser Stelle wird jetzt nur eine einfache Wand errichtet. Der Geräteschuppen für eine stolze Summe von 238 000 Euro erschien allen Stadträten deutlich zu teuer: „Da bauen sich andere Leute ein Reihenhaus dafür“, so Edgar Schurr von der SPD.

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Als Kompromiss soll jetzt eine Bodenplatte für das Gebäude mitverlegt werden. Für den Bau des Gebäudes selbst will die Verwaltung nochmals eine neue Vorlage machen und die Kosten genauer darstellen. Auf die Schnelle war dies in der Sitzung nicht möglich.

Durch die Einbindung der Vereine bekomme man eine höhere Nutzungsdichte, lobte Edgar Schurr. Auch die Grünen begrüßten ausdrücklich die Beteiligung der Vereine und die Doppelnutzung. „Und wenn dafür der Schuppen notwendig ist, dann ist es auch gut“, so Cornelia Kunkis. Andreas Flöß von den Freien Wählern lobte die von Architekt Martin Kuberczyk vorgestellten Pläne: „Das ist eine umfassende Anlage mit allem, was man braucht und was das Hoptbühl-Gymnasium verdient hat.“

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Kuberczyk hat die marode Anlage umfassend untersucht und auch das Material auf mögliche Belastungen getestet. Lediglich im Erdreich ist Arsen und Zink nachzuweisen: „Aber hier sparen wir Entsorgungskosten, das Material wird wieder auf dem Gelände verbaut“, so Kubercyk. Geplant ist auf dem Platz, der 1975 errichtet und 1984 saniert worden ist, eine Leichtathletik-Anlage mit Laufbahn, Weitsprung und Hochsprung. Street-Basketball, zwei Beachvolleyball-Felder und beschattete Aufenthaltsflächen runden das Angebot ab. In der Mitte soll ein Kunstrasenplatz entstehen, durch dessen Mitnutzung die Vereine auch Defizite im Jugendfußball verringern könnten, meint der Sportverband. Auch eine Slackline und eine Workout-Anlage sollen den Schülern zur Verfügung stehen. Die Sanierungsmaßnahmen sind nicht ganz einfach, da der ganze Platz eine untypische Neigung von links oben nach rechts unten aufweist, so Martin Kuberczyk.

Für die Schule, die seit langem auf die Sanierung des Platzes drängt, wäre endlich wieder ein geregelter Sportunterricht möglich. Eigentlich hätte der Platz schon dieses Jahr saniert werden sollen, die Pläne wurden dann aber zum Entsetzen der Lehrer, Schulleitung und Schüler wieder auf Eis gelegt.