Denn die E-Zigarette soll weit weniger schädlich sein, als herkömmliche Glimmstängel. In Villingen haben sich Dampfer aus dem Kreis zu einem offenen Stammtisch gesammelt, der zum bereits zweiten Mal zusammenkommen wird (am Freitag, 1. April um 19 Uhr im Gasthaus Bertholdshöhe).

Bei E-Zigaretten wird kein Tabak verbrannt. Stattdessen wird eine Flüssigkeit, in der oft Aromastoffe und Nikotin enthalten sind, erhitzt. Statt Rauch wird also Dampf eingeatmet.

Für Ralf Claaßen, der den Dampferstammtisch organisiert hat, liegt der Reiz der E-Zigarette in erster Linie im Gesundheitlichen. „Hier stellt sich nicht die Frage nach Pest oder Cholera. Es gibt bereits Studien und Vergleiche. Da gibt es ein klares Plus für die E-Zigarette.“ Neben der verminderten Schadstoffaufnahme werden zudem Nichtraucher weniger belastet und belästigt. „Man fühlt sich besser. Alles schmeckt besser und man bekommt besser Luft“, ergänzt Frank Jankowiak. „Die negativen Auswirkungen der Zigaretten lassen langsam nach.“

Die von Kritikern oft geäußerte Gefahr, die E-Zigarette könnte von Jugendlichen als Einstieg ins Rauchen verwendet werden, sehen die beiden Dampfer nicht. „Ich persönlich kenne keinen Fall, bei dem ein Nichtraucher mit dem Dampfen angefangen hat“, meint Claaßen. „Es sind alles ehemalige Raucher, die den Umstieg zur E-Zigarette geschafft haben.“ Ähnlich sieht es Frank Jankowiak. „Jugendliche werden eher zu den günstigen Glimmstängeln greifen, als zu einer relativ teuren E-Zigarette“, glaubt er.

Krebsforscher warnen vor einer Verharmlosung

Dass die Sache aber nicht so einfach ist, zeigen Bedenken, die von Wissenschaftlern und Ärzten geäußert werden. So warnte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) davor, dass „die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen beim Konsum der E-Zigarette derzeit noch nicht untersucht sind.“ Die Inhaltsstoffe können aber bei dauerhaftem Konsum zu Gesundheitsschäden führen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) räumt zwar ein, dass „die Mengen der meisten gemessenen Substanzen deutlich geringer als im Rauch von konventionellen Zigaretten“ seien. Dennoch liege eine Belastung der Umgebungsluft vor. Auch beim Thema Einstiegsdroge warnt das DKFZ vor einer Verharmlosung. So seien E-Zigaretten „mit ihren Aromen sehr attraktiv für Jugendliche.“ Das enthaltene Nikotin könne zudem zur Abhängigkeit führen.

Dampferstammtisch

Der nächste Dampferstammtisch findet am Freitag, 1. April, um 19 Uhr im Gasthaus Bertholdshöhe, Wieselsberstraße 19, in Villingen statt. Bei dem Treffen können Freunde der E-Zigarette Erfahrungen austauschen, neue Geschmacksrichtungen ausprobieren oder einfach nur Spaß haben. Die Veranstaltung ist für jeden offen. (tol)