Einschulung an der Ostbaarschule in Oberbaldingen bedeutet zur Begrüßung jedes Jahr eine hoffnungslos überfüllte Ostbaarhalle mit hunderten aufgeregten Angehörigen. In der ersten Reihe ist für die Hauptpersonen an diesem Tag reserviert. Dort sitzen die zukünftigen Erstklässler mit ihren bunten Schulränzen und aufwändig gestalteten Schultüten.

Am Samstag war es wieder soweit und insgesamt 35 Kinder aus allen fünf Teilorten der Ostbaar, davon sind 22 Jungs und 13 Mädchen, traten ihren neuen Lebensabschnitt als Schüler an. Der Jahrgang wurde zu Beginn in zwei Gruppen aufgeteilt, denn bei der Ostbaarschule wird traditionell nicht in feste Klassen A und B unterschieden. Die Kinder werden nach den ersten vier Wochen in ständig wechselnden Gruppen unterrichtet, was den Vorteil hat, dass sich alle Schüler kennen lernen und sich früh mit verschiedenen Charakteren auseinandersetzen müssen.

Lina Wölfle (links) ist im kommenden Schuljahr als Patin für den Schulanfänger, Simon Schaber, eingeteilt. So kann Simon sich mit allen Fragen rund um den Schulalltag an die erfahrene Viertklässlerin wenden. Bild: Simone Wohlgemuth
Lina Wölfle (links) ist im kommenden Schuljahr als Patin für den Schulanfänger, Simon Schaber, eingeteilt. So kann Simon sich mit allen Fragen rund um den Schulalltag an die erfahrene Viertklässlerin wenden. Bild: Simone Wohlgemuth

An der Ostbaarschule gibt es noch eine weitere Besonderheit: Seit über zehn Jahren besteht das sogenannte Patenprogramm. Ein Schüler der vierten Klassen betreut einen Erstklässler und steht ihm das gesamte Schuljahr für alle auftauchenden Fragen rund um den Schulalltag zur Verfügung. So soll den Jüngsten der Jungen das Einleben im neuen Umfeld einfacher gemacht werden.