Das erste Volksfest auf dem Messegelände in Schwenningen kommt gut an, sowohl bei Besuchern als auch den Ausstellern. Am Freitag fiel der Startschuss für das Fest, das bis zum 1. September dauert und künftig immer an diesem Standort stattfinden soll und den Rummel auf dem Parkplatz beim Gustav-Strohm-Stadion und im Villinger Friedengrund ersetzen soll. Das erklärten die Organisatoren und Veranstalter, die Ausstellerfamilie Gebauer.

Heinz Gebauer Bild: Roland Dürrhammer
Heinz Gebauer | Bild: Roland Dürrhammer

„Wir möchten das Volksfest hier so integrieren, damit alle Bürgerinnen und Bürger in Villingen-Schwenningen es als ihr Volksfest akzeptieren“, sagt Heinz Gebauer am Samstagmittag, schon sichtlich zufrieden mit der bisherigen Resonanz.

Mit der bestehenden Infrastruktur auf dem Messegelände habe man ganz andere Möglichkeiten als bei den bisherigen Standorten. Und Gebauer weiß von was er spricht, denn seine Familie kommt schon seit über 50 Jahren auf die Rummelplätze in Villingen und Schwenningen. Mittlerweile ist Gebauer, der das Unternehmen in zweiter Generation führt, nicht nur Aussteller, sondern richtet zusammen mit seiner Schwester Barbara Vogt-Gebauer und Schwager Ralph Vogt 25 Veranstaltungen im Jahr aus. „Die Erfolgsgeschichte der Familie Gebauer begann nach dem Krieg mit einem Kettenkarussell, für das ein Baumstamm als Grundstock diente“, erzählt Gebauer.

Am Samstagmittag bis in die frühen Abendstunden herrschte großer Andrang auf dem Messegelände in Schwenningen. Bild: Roland Dürrhammer
Am Samstagmittag bis in die frühen Abendstunden herrschte großer Andrang auf dem Messegelände in Schwenningen. Bild: Roland Dürrhammer | Bild: Roland Dürrhammer

Was am Freitag mit einem großen Andrang begann, setzte sich am Samstagmittag, sehr zur Zufriedenheit der Aussteller, bis in die frühen Abendstunden weiter fort. „Wir sind sehr zufrieden, und es ist kein Vergleich mit dem Frühlingsfest„, sagt Alexander Langhoff, der eine rasante Familien-Schlittenfahrt anbietet.

Edith und Ewald Kundermann Bild: Roland Dürrhammer
Edith und Ewald Kundermann | Bild: Roland Dürrhammer

Bei Edith und Ewald Kundermann ist Zielsicherheit mit dem Tennisball gefragt. Sie kommen auch schon über 50 Jahre aus Konstanz nach VS und trauern den alten Plätzen in der Sebastian-Kneipp-Straße und am Rande der Innenstadt von Villingen nach. Als der Rummel dann in den Friedengrund verlegt wurde, kamen kaum mehr Besucher: „Nach zwei Jahren kaum mehr etwas los, weil die Wege von der Stadt einfach zu weit sind“, sagen die beiden Austeller. Der neue Platz für das Volksfest käme, wie man sehen könne, bei den Besuchern sehr gut an.

Gleich geht es im Pacific Rim kopfüber nach unter und in die Rotation um die eigene Achse. Bild: Roland Dürrhammer
Gleich geht es im Pacific Rim kopfüber nach unter und in die Rotation um die eigene Achse. | Bild: Roland Dürrhammer
Video: Roland Dürrhammer

Es wird einiges geboten, und wer sich mal so richtig durchschütteln lassen möchte und keine Höhenangst und Probleme bei Überschlägen hat, kommt voll auf seine Kosten. Sei es in der Gondel im „Mega-King Tower“ in 46 Meter Höhe und einer Geschwindigkeit von maximal 100 Stundenkilometern, oder beim „Pacific Rim“ mit Rotationen vorwärts und rückwärts um die eigene Achse. Mit einem Rennwagen eine Rennstrecke befahren, einen Motorcross-Forest-Trip unternehmen und weitere Attraktionen kann man in einem Fahrsimulator erleben. Wer es nicht ganz so schnell und spektakulär haben möchte, kann Autoscooter fahren oder im traditionellen Kettenkarussell seine Runden drehen.

Video: Roland Dürrhammer
Video: Roland Dürrhammer

Auch die kleinen Besucher, kommen bei den zahlreichen Fahrangeboten nicht zu kurz und können sich, gut gesichert auch im Trampolinspringen versuchen. Für das leibliche Wohl wird auf dem Volksfest vielfältig gesorgt, sofern man nach den ganzen Fahrten noch in der Lage ist, etwas zu essen oder zu trinken. Nicht nur die Austeller, auch die Besucher zeigten sich zufrieden mit dem Angebot.

Manuel VollmerBild: Roland Dürrhammer
Manuel Vollmer | Bild: Roland Dürrhammer

Manuel Vollmer ist mit Freuden aus Schönwald gekommen, um nach der Häuseraustellung das Volksfest zu besuchen. „Ich finde es gut, dass hier im Sommer außer der Südwest-Messe noch etwas anderes geboten wird“, sagt Vollmer. Zwei ältere Herrschaften flanieren über das Festgelände und machen staunend vor dem „Mega-King Tower“ halt. Darauf angesprochen meinten sie: „Wir sind wohl mit die ältesten Besucher hier und so etwas hat es zu unserer Zeit nicht gegeben“, sagen Ilse und Helmut Thurn aus Schwenningen. Eigentlich sei es auch zu laut für sie, aber sie haben es sich mal ansehen wollen, was so alles geboten werde. „Es ist schön, dass es jetzt ein Volksfest gibt, und das sieht man auch an den vielen zufrieden Menschen“, sagt das Ehepaar. Am 1. September endet das Volksfest und nach dem Fest ist vor dem Fest. Die Ausschreibungen für 2020 habe schon begonnen, war von Gebauer zu erfahren.