Abends in der Cafeteria der Tannheimer Nachsorgeklinik: Spielkarten fliegen auf den Tisch, jeder will die nächste Partie gewinnen. "Es gibt fast nichts Schöneres", sagt Frank Stark, wenn er nach Feierabend das Lachen der Mütter und Väter hört, die manchmal kurz zuvor noch geweint haben. Der Erzieher und Erlebnispädagoge weiß: Oft haben die Familien seit Wochen oder sogar Monaten keine schönen Stunden mehr erlebt, sich aufgerieben zwischen der Pflege eines kranken Kindes, der restlichen Familie und dem Beruf. In Tannheim können sie sich fallen lassen.

"Eine als gelungen empfundene Freizeit neben dem medizinisch-therapeutischen Angebot ist so wichtig. Sie öffnet die Türen für weitere Therapien. Im Grunde geht es bei allen Aktionen um Kommunikation", sagt Frank Stark, der Klinikclown Harry Zapp mimt. Stark ist zusammen mit seiner Kollegin Daniela Janz für den Freizeitbereich der Klinik zuständig, dafür, dass die Rehateilnehmer jeden Alters etwas finden, das ihnen gefällt: Spieleabende oder Kletterkurse, Bogenschießen oder Basteln in der Holzwerkstatt, Musikabende und Clowntheater. Es gilt: Alles kann, nichts muss. Wer die freie Zeit außerhalb der Behandlungen alleine verbringen möchte, darf auch das.

Seit sechs Jahren ist der Frank Stark in der Nachsorgeklinik tätig. "Ein Traumberuf" sagt er über seine Stelle. Der 51-jährige Vater von zwei erwachsenen Kindern ist nicht nur Erzieher, Erlebnispädagoge, Kletter- und Bogentrainer, sondern zugleich auch Klinikclown, Jonglage- und Zauberlehrer sowie Regisseur der Abendveranstaltungen, die den Rahmen der vierwöchigen Rehas bilden: der Aula-Abend zu Beginn, das Zwischenfest und den Abschlussabend, an dem immer auch die Patientenfamilien mitwirken. Für manche Angebote wie Selbstverteidigungslehrgänge oder Waldpirschen holen Stark und Daniela Janz externe Kursleiter ins Haus. Und sie sind dankbar für den Einsatz Ehrenamtlicher, die Programmpunkte anbieten – einfach so, weil ihnen Klinik und Patienten am Herzen liegen.

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