Da für den Sommer-Hilfstransport des Freundeskreises Oradea keine deutschen Lastwagen zu bekommen waren, fuhr jetzt die Firma Hettich Transporte mit einem Sattelschlepper eigens nach Brasov/Rumänien, um das von Villinger Helfern von Anfang an mitbegründete Altenheim Christiana mit den notwendigsten Hilfsgütern zu versorgen.

Dringend benötigt wurden dort insbesondere ein großer Dampfkochkessel für die Küche, eine Industrie-Waschmaschine, von der Firma Hartmann gespendete Inkontinenzartikel und Verbandsmaterial sowie Bettwäsche und Bettdecken. Auch Möbel, Kleidung und Schuhe für die rund hundert Heimbewohner waren sehr begehrt, da die meisten von ihnen keine oder nur eine ganz geringe Rente bekommen. Kleidung, Schuhe und Haushaltsartikel dürfen auch im Second-Hans-Shop des Heimes verkauft werden, um die stets steigenden Lohnkosten bezahlen zu können. So wurden die drei Villinger Helfer Bertold Hettich, Margit Rosenfelder und Edeltraud Käfer mit viel Vorfreude in Brasov erwartet und mit großer Herzlichkeit empfangen.

Ein weiterer Grund für den verspäteten Hilfstransport war die Mitgliederversammlung der Organisation Christiana, zu der auch noch eine Poliklinik im Stadtbezirk Brasov gehört, in der bedürftige Menschen kostenlos medizinisch versorgt werden. Beide Gebäude sind von Grund auf mit aktiver Hilfe des Freundeskreises aus Ruinen entstanden. Bei der Generalversammlung in der vergangenen Woche erhielt Bertold Hettich als Vertreter des Freundeskreises offiziell das Mitspracherecht im Verein.

Zum Programm der Villinger Abordnung gehörte auch noch eine Gebäude-Begehung, die der es um Möglichkeiten zur Erweiterung des Second-Hans-Shops ging, auf den das Altenheim dringend angewiesen ist. Besichtigt wurden auch die Gebäudeschäden an der Poliklinik, wo über das Problem der Feuchtigkeit an den Wänden des Untergeschosses lebhaft diskutiert wurde.

Hilfsgüter erhielt auch eine evangelische Pfarrerfamilie in der Landgemeinde Chicish, die sich mit viel Enga-gement um die Kinder des Dorfes kümmert. Bastelmaterial ist hier immer sehr willkommen. Zudem erhielt eine Ärztin im Dorf Feldiopara (deutsch: Marienburg) wertvolle medizinische Apparate aus einer aufgelösten Arztpraxis. die zur Freude aller Beteiligten bei der Überprüfung von Fachleuten allesamt zugelassen wurden.

Zwischen Abladen, Verteilen und wichtigen Sitzungen nahmen sich die Villinger Helfer auch noch ein wenig Zeit, um mit ihren rumänischen Freunden die Kirchenburg in Honigberg zu besuchen. Ein besonderes Erlebnis war auch ein nächtlicher Besuch auf der Zinne, dem Hausberg von Brasov.