Seit absehbar war, dass die Schwenninger Wild Wings die Playoffs, also die Finalrunde der Liga, erreichen, ist die Heliosarena bei den Spielen oft ausverkauft. Zwar hat die Mannschaft das Auftakt-Spiel in Wolfsburg am Mittwoch verloren, jetzt ruht die ganze Hoffnung auf dem Spiel am Freitag in der Heliosarena gegen Wolfsburg. Verlieren die Wild Wings, sind sie raus aus der Finalrunde. Das Spiel ist ausverkauft, wie auch bereits das letzte Hauptrundenspiel am Sonntag. Jetzt gibt es bei Facebook Klagen einiger Besucher, die bemängeln, dass die Treppen alle zugestellt und damit auch Fluchtwege versperrt gewesen seien.

Wilde Spekulationen im Netz

Das Problem ist wohl, das Besucher von den Stehplätzen im Oberrang bei schlechter Sicht kurzerhand auf die normalen Stehplätze wechseln würden und dann angeblich Rettungswege versperrt sind, so ein Nutzer auf Facebook. Spekuliert wurde im Netz auch, ob eventuell mehr Tickets als erlaubt verkauft werden.

Hallenmanager Klaus Hässler erklärt auf Anfrage, dass es für die Heliosarena ein mit vielen Stellen aufwändig erarbeitetes Sicherheitskonzept gibt: "Da wird alles penibel eingehalten." Für ein Eishockeyspiel dürfen exakt 6212 Karten verkauft werden und da halten wir uns dran." Besucher dürfen bei einem Eishockeyspiel durchaus auf den Treppenaufgängen stehen, das ist nach dem Sicherheitskonzept zulässig, wie Klaus Hässler erklärt. "Sonst würden wir da sofort einschreiten."

Etwas anders stellt sich die Lage bei Konzertveranstaltungen dar. Die Heliosarena wird ja auch als Halle vermarktet, mit großem Erfolg gastierten hier der Komiker Bülent Ceylan, Hundeflüsterer Martin Rütter, Sido oder die Kastelruther Spatzen. Mega-Partys wie ein dreitägiges Oktoberfest oder die 90-er Party sorgten für eine ausverkaufte Halle. Maximal 6500 Personen dürfen bei einer Konzertveranstaltung in die Heliosarena.

Da diese Veranstaltungen laut der Versammlungsstättenverordnung anders zu bewerten sind als ein Eishockey-Spiel, müssen die Treppenaufgänge hier frei bleiben. "Das hat auch etwas mit der Beleuchtung in der Halle zu tun", erklärt Klaus Hässler. Während die Eishockey-Spiele wirklich gut ausgeleuchtet ist, ist es bei Konzerten dunkel und die hellen Markierungen für die Notausgänge an den Treppen müssen sichtbar sein.