Die Ende Juni abgeschlossene Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Villingen-Schwenningen von der bisherigen Natrium-Beleuchtung auf umweltfreundliche LED-Leuchten hat viele positive Effekte, war aber für einige Bürger auch gewöhnungsbedürftig. Das nächste Projekt der Stadtwerke ist die aufstellung von „smarten“ Sitzbänken in den Innenstädten von Villingen und Schwenningen.

  • Gewöhnungseffekt: Bei den Stadtwerken, die das Projekt im Auftrag der Stadt technisch umsetzten, gab es einige Rückmeldungen aus der Bevölkerung? „Insgesamt können wir auch hier ein sehr positives Fazit ziehen“, erklärte dazu SVS-Sprecherin Susanna Schmidt. „Wir hatten ein paar Anrufer, die Optimierungsbedarf gemeldet haben. Unser Beleuchtungsteam hat sich – auch in der Dunkelheit – mit den Anrufern vor Ort getroffen, sich ein Bild von der Situation verschafft und dann, soweit es möglich war, Abhilfe geschaffen.“ In diesem Zusammenhang verweist sie auch darauf, dass sich bei der Umstellung von der NAV-Beleuchtung (Natriumdampf) auf die LED-Beleuchtung „ein Gewöhnungseffekt einstellen muss“. Die NAV-Beleuchtung habe eine sehr hohe, diffuse Lichtstreuung. Die LED-Leuchten leuchteten dagegen zielgerichtet und präzise.
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  • Stadtwerke als LED-Experte: Die Einführung der neuen LED-Technik haben die Stadtwerke VS mittlerweile als neues Geschäftsfeld ausgebaut. Das örtliche Energieunternehmen hat bereits in ganz Deutschland LED-Projekte projektiert und umgesetzt. In Alzey, Wildberg, in Wiesloch, Spaichingen, Aldingen, Sachsenheim, in Geilingen, Niedereschach, Singen und Teilen von Bad Dürrheim. An weiteren Ausschreibungen hat die SVS jüngst teilgenommen. LED-Leuchtmittel testet die SVS bereits seit 2006 auf dem Firmengelände, 2010 wurde die bundesweit erste LED-Teststrecke in Betrieb genommen, diese wurde in der Spessartstraße in VS-Schwenningen installiert. Für den Beitrag zur Energie- und CO2-Einsparung hat die Stadt den Greenlight-Award der Europäischen Union verliehen bekommen.
  • Intelligente Straßenbeleuchtung: Im Februar 2018 hat die SVS auch eine hochmoderne und innovative LED-Strecke am Villinger Steinkreuzweg installiert. Der Steinkreuzweg, der die Innenstadt mit den Stadtbezirken Wöschhalde und Haslach verbindet, wurde mit so genannter Dimpro Technik der Firma Hess ausgestattet. Konkret bedeutet dies, dass das Licht sensorgesteuert mit den Passanten – ob Radfahrer oder Fußgänger – mitläuft. Gründe für die Installation sind, dass der Steinkreuzweg zu Stoßzeiten einer der am stärksten frequentierten Verbindungswege für Fußgänger und Radfahrer in Villingen-Schwenningen ist. An dieser Stelle bietet sich eine intelligente Beleuchtung daher ideal an. Nähert sich ein Passant einer der 40 Leuchten, schalten sich diese und die jeweils zwei Leuchten davor und danach automatisch an. Ganz dunkel ist es aber in diesem Weg nie. Zur Orientierung strahlen die Leuchten die gesamte Nacht mit einer Leuchtkraft von 20 Prozent und schalten bei Publikumsverkehr dann unverzüglich auf volle Leistung hoch. Das Sicherheitsempfinden der Passanten soll dadurch deutlich gestärkt und verbessert werden. Da es sich beim Steinkreuzweg um eine naturnahe, unverbaubare Umgebung handelt, kommt die mitlaufende Beleuchtung auch der Fauna zugute. Durch die Abdimmung reduziert sich das Licht so stark, dass nachtaktive Tiere nicht beeinflusst werden (Faunafreundlichkeit der LED).
  • Smart City: Mit dem WLAN-Projekt wurde ein erster Schritt in Richtung „Smart City„ getan. In der Villinger Rietstraße und in der Schwenninger Fußgängerzone soll zeitnah die Montage von „Smart Benches“ erfolgen. Darunter versteht man Sitzbänke, auf denen sich Passanten nicht nur ausruhen, sondern auch ihr Smartphone aufladen und öffentliches WLAN nutzen können. Die Sitzgelegenheiten bieten Internet und Lademöglichkeiten für Smartphone, Tablet und Co., sind dank Solarmodulen energieeffizient und sollen durch ihr edles Design und ihre Beleuchtung den öffentlichen Raum aufwerten. Die Stadt ist dafür Auftraggeber, die SVS führt den Auftrag aus.