Viel Verkehr sind wir auf den Straßen fast jeden Tag gewohnt. Zum Beispiel, wenn die B 33 zwischen VS und Bad Dürrheim morgens dicht ist und man froh ist, endlich auf der Autobahn zu sein. Oder, wenn eine endlose Autokarawane in der Gegenrichtung an Mönchweiler vorbei nach St. Georgen ruckelt. Was viele Pendler hingegen nicht wissen: Auch 10 000 Meter über uns spielt sich jeden Tag ein Verkehrschaos mit beachtlichen Ausmaßen ab: die Rede ist vom Flugverkehr hoch über den Wolken der Region.

Wie wir die Flugzeuge über uns beobachten können

Dabei sind es nicht nur die Airbusse der Swiss, die über der Baar in den Landeanflug übergehen.

Ein Flugzeug der Swiss fliegt über die Dächer von Hohentengen.
Ein Flugzeug der Swiss fliegt über die Dächer von Hohentengen. | Bild: Patrick Seeger

Die Region ist auch im internationalen Linienverkehr ein regelrechter Knotenpunkt. Ferienflieger auf die Kanaren, große Linienmaschinen von Nordamerika in den Nahen Osten oder der Rettungshubschrauber – sie alle teilen sich den Luftraum über uns, und wir können sie beobachten.

Der Hochrhein im Landeanflug auf Zürich.
Der Hochrhein im Landeanflug auf Zürich.

Signale werden in Echtzeit übertragen

Um vom Liegestuhl im Garten aus zu sehen, welcher Kondensstreifen zu welcher Maschine gehört, gibt es natürlich eine passende App. „Flightradar 24“ wertet die von den sogenannten ADS-B-Sendern der Flugzeuge ausgestrahlten Signale aus und überträgt diese via Internet in das Netzwerk der App.

Die App „Flightradar 24“ erfasst die Signale von Flugzeugen in Echtzeit.
Die App „Flightradar 24“ erfasst die Signale von Flugzeugen in Echtzeit. | Bild: Rodgers, Kevin

Flugrouten beinahe aller zivilen Flugzeuge können in Echtzeit nachverfolgt werden, inklusive Flugnummer, Höhe und Geschwindigkeit. So kann man von zuhause auch beobachten, wo sich Familie und Freunde in der Luft befinden und wann sie sicher ankommen. Aber auch bei Abstürzen oder Umleitungen registriert die App Änderungen der Route.

Ein Flugzeug wird nie zu sehen sein

Die Air Force One steht zur Zeit auf dem Flughafen London-Stansted.
Die Air Force One steht zur Zeit auf dem Flughafen London-Stansted. | Bild: Getty

Nur ein Flugzeug wird niemals auf dem Radar erscheinen: Die Air Force One, die umgebaute Boeing 747 des US-Präsidenten, sendet grundsätzlich keine Signale aus. So herrscht wenigstens in der Luft ein bisschen Funkstille aus dem Weißen Haus.