Noch in den 1980er Jahren werden auf dem Gelände des Klosterhofs zwischen Villingen und Schwenningen Schweine gezüchtet. Das Areal gehört dem Villinger Kloster St. Ursula. Durch den landwirtschaftlichen Erlös sollte die Unterhaltung des Klosters sichergestellt werden. Es ist nicht der einzige Klosterhof, auch zwischen Schabenhausen und Fischbach existierte einer. Neben dem späteren Parkcafé steht das früher als Schweinestall und Scheune genutzte Gebäude.

Mai 2001

Der Familienpark im Klosterhof wird vom damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel eröffnet. Das Gelände ist inzwischen an die Stadt Villingen-Schwenningen verkauft. Teufel würdigt in seiner Festansprache die große Lebensleistung von Dieter Sirringhaus als Jugendpfleger und Motor des Familienparks. Der Park wird ständig ausgebaut. Zehntausende von Menschen kommen.

2002

Die Kosten laufen erkennbar aus dem Ruder. Es ist von 17 Millionen Mark bis zur Fertigstellung die Rede. Freie Wähler-Stadtrat Reiser tritt aus dem Aufsichtsrat zurück, nachdem Verstöße gegen das GmbH-Gesetz bekannt werden.

2004

Der Gemeinderat ordnet eine Rechnungsprüfung an. Schon während der Untersuchung wird Sirringhaus entmachtet. Er bekommt einen Geschäftsführer vor die Nase gesetzt, bleibt selbst zwar ebenfalls Geschäftsführer, aber mit einem Verfügungsrahmen von gerade einmal 1000 Euro. Im Juni dieses Jahres bittet Sirringhaus von sich aus, seinen Vertrag im Herbst als Geschäftsführer nicht mehr zu verlängern. Nach Millionenverlusten wird der Park Ende des Jahres geschlossen. Auf dem Gelände wird die Jugendscheune erfolgreich weiterbetrieben.

2007

Schließung der Scheune wegen neuer Brandschutzauflagen. Seitdem Diskussionen um Reaktivierung des Jugendtreffs entweder im früheren Parkcafé oder in einer neu zu bauenden Halle. Die wird dann 12 Jahre später realisiert.