Wie ein Mini-Boulevard liegt sie da, mitten auf der Vöhrenbacher Straße. Vor der Bushaltestelle des Wohngebiets Friedrichspark wuchert eine Verkehrsinsel mitten auf der Stadteinfahrt-Trasse vor sich hin. Hohes Gras, ein paar Disteln und dazu das: Fein ausbalanciert ragen hier drei Jungstämme in den Himmel, eingepflanzt als stolzes Merkmal vor der Einfahrt zum neuen Wohngebiet. Nur ach: Die drei Bäume sind wohl hinüber, verdorrt und scheinbar wie ein Sinnbild für einen heißen Sommer. Anwohner jedoch wissen mehr: „Die Stadt hat die gesetzt und dann vergessen, dass man Neupflanzungen gießen muss – das ist eine Schande“, schimpft ein Herr, der hier täglich in der Vorbeifahrt das Trauerspiel aus dem Autofenster begutachtet. Und den Grund seiner Aufregung nennt der Villinger gleich dazu: „Hier wird das Steuergeld zum Fenster hinausgeschmissen“, moniert er mit markigem Schwung. Die Zuständigkeit für das kleine Geläuf zwischen Erbsenlachen und Friedrichspark ist übrigens klar: „Wir sind zuständig“, erklärte am Donnerstag eine Rathaus-Sprecherin. Und jetzt? Jetzt kann man es nur noch besser machen. Der Friedrichspark jedenfalls hat ein besseres Aushängeschild verdient als drei Dürrständer mitten auf der Straße.