Es passiert was auf den Sportstätten in der Doppelstadt. Zumindest theoretisch. Die Mitglieder des Verwaltungs- und Kulturausschusses haben am Mittwochabend mehrheitlich dafür gestimmt, für 60 000 Euro ein Konzept zu erstellen, dass den Bedarf an Sportstätten ermittelt und dann die bestehenden Hallen und Sportplätze hinsichtlich ihres jeweiligen Sanierungsbedarfes einordnet. Die endgültige Entscheidung, ob ein solches Konzept auf den Weg gebracht wird, obliegt in der kommenden Woche dem Gemeinderat.

Im Vergleich zum vor drei Jahren vom Sportbeirat erstellen Bericht zur Sportentwicklung, in dem die einzelnen städtischen Sportanlagen mit dem jeweiligen baulichen Zustand sowie dem Sanierungsbedarf – unabhängig von der tatsächlichen Nutzung – aufgelistet wurden, soll das Gesamtkonzept nun auf Basis der tatsächlichen Bedürfnisse Empfehlungen zu den einzelnen Sportstätten aussprechen. Konkret soll ermittelt werden, welche Sportstätten benötigt werden, wo gegebenenfalls Kooperationen möglich wären und welche Anlagen generell in einem zu schlechten Zustand seien. Sowohl die Bedarfe der Schulen als auch die der Vereine würden berücksichtigt werden.

Sportplatz am Hoptbühl: Unabhängig von der Gesamtkonzeption für die Sportstätten der Doppelstadt soll die Sanierung der Sportanlage am Hoptbühl-Gymnasium vonstattengehen, dafür haben sich die Mitglieder des Verwaltungsausschusses mehrheitlich ausgesprochen. Endgültig über die Zukunft des Hoptbühl-Sportplatzes entscheiden wird in der kommenden Woche dann der Gemeinderat.

Sportstätten in Schwenningen: Zwei der fünf Plätze rund um das Gustav-Strohm-Stadion und das Hilbenstadion im Stadtbezirk Schwenningen sollen künftig stillgelegt werden. Hier trainieren der BSV Schwenningen, der FK Bratstvo sowie der NK Zagreb. In zwei Workshops hätten sich die betroffenen Vereine unter Anleitung des Instituts für kooperative Planung und Sportentwicklung, das von der Stadt für die Konzeption der Schwenninger Sportlandschaft beauftrag wurde, auf diese Lösung geeinigt. Die verbleibenden Flächen sollen dann ertüchtigt werden. Für die Umwandlung des BSV Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz sind im städtischen Haushalt bereits 90|000 Euro eingeplant. Auch könnte ein neues Vereinsheim entstehen, mit einer Tribüne auf dem Dach, die den Zuschauern die Sicht auf zwei Plätze ermöglicht.

Längere Öffnungszeiten: Mehrheitlich stimmten die Mitglieder des Verwaltungs- und Kulturausschusses dafür, die Turn- und Sporthallen künftig montags bis freitags bis 23 Uhr geöffnet zu lassen. Bisher schließen die Hallen um 22 Uhr. Vorgeschlagen hatte die längeren Öffnungszeiten der Sportbeirat. Vereine könnten die Halle so länger nutzen, was angesichts einer nahezu hundertprozentigen Auslastung der bisherigen Hallenzeiten nötig sei. Das Angebot an Trainingszeiten im Erwachsenensport nach 20 Uhr würde auf diese Weise erhöht werden, was zu einer Entlastung im Trainingsbetrieb der Vereine führen könne. Die längeren Öffnungszeiten würden sich nicht auf die laufenden Kosten auswirken. Der Schließdienst, der vom Putzdienst übernommen werde, könne auch eine Stunde später zu machen, ohne steigende Kosten, so Stefan Assfalg, Sportamtsleiter. Die Neuregelung soll ausschließlich für die Sporthallen gelten, bei denen eine Verlängerung der Nutzungszeiten nicht in Konflikt mit dem Lärmschutz steht.