Villingen-Schwenningen – Viel Positives konnte Peter Müller, Vorsitzender der Sektion Schwarzwald des Deutschen Alpenvereins, bei der Jahreshauptversammlung über das vergangene Jahr berichten. Wenige Touren mussten wetterbedingt abgesagt werden. Aufgrund der intensiven Präventionsarbeit kam es außer ein paar Schürfungen und Blasen zu keinerlei ernsthaften Verletzungen. Mit Isabell Kuner und Michael Mauthe hat die Sektion jetzt zwei Sicherheitsbeauftragte, die sich um Vereinsausrüstung kümmern. "Teilnehmer bei Skitouren müssen mit einem Lawinensuchgerät ausgerüstet sein. Sie werden ausgebildet, wie man verschüttete Personen finden und bergen kann", berichtet Heinrike Wirsig von der Skitourengruppe.

Positiv sei auch die Mitgliederentwicklung. "Wir hatten 2018 einen Zuwachs von rund sieben Prozent. Aktuell haben wir 3556 Mitglieder in der Sektion", sagt der Vorsitzende. Er unterstrich, dass sich die Zahl in den letzten sechs Jahren um 1000 Mitglieder erhöht habe. Einen kleinen Schatten auf die positive Entwicklung wirft sie Suche nach einem Nachfolger für Wolfgang Kehle als Schatzmeister. Kehle hat bereits im Vorjahr angekündigt, sein Amt altersbedingt niederzulegen. "Da bisher noch kein Nachfolger gefunden werden konnte, habe ich mich entschlossen, noch einmal zu kandidieren. Ich möchte aber, bevor ich einen Betreuer benötige, bald aufhören", so Kehle, der über ein Minus aus dem vergangenen Vereinsjahr in seinem Jahresabschluss berichtete. Die Sektion kann jedoch auf ein gesundes Finanzpolster blicken. Bei der Wahl wurden Kehle, der Vorsitzende Peter Müller, Jugendreferent Raphael Weisser sowie Pressereferent Peter Schütte wiedergewählt.

Aus den Berichten der einzelnen Gruppen ging hervor, wie umfangreich sich das Jahresprogramm der Sektion gestaltet und die Mitglieder diese Angebote zahlreich nutzen. Brunhilde Müller aus Pfaffenweiler sagt: "Hier wird so viel geboten und man kommt an Orte, die ich alleine nicht erreicht hätte. Es war jedes Mal wunderschön."

Brunhilde Müller, PfaffenweilerBild: Roland Dürrhammer
Brunhilde Müller, PfaffenweilerBild: Roland Dürrhammer

Auf 60 Jahre Mitgliedschaft kann Hilde Müller aus St. Georgen zurückblicken: "Damals hatten wir nicht die Möglichkeit mit dem Auto zu verreisen und schlossen uns den Gruppen im Alpenverein an. Heute erinnern wir uns gerne zurück an die schönen Wanderungen und Hochtouren."

Hilde Müller, St. GeorgenBild: Roland Dürrhammer
Hilde Müller, St. GeorgenBild: Roland Dürrhammer

Ihr Ehemann Otmar Müller war 1950 Gründungsmitglied der Bergsteigergruppe St. Georgen. Bei der Versammlung wurde er vom Vorsitzenden und seinem Sohn Peter Müller aus dem Seniorenrat verabschiedet. Für Senioren sei die Kilometerleistung nicht mehr so wichtig, berichtet Ludwig Strack. "Lauf mit, bleib fit ist unser Motto. Bei den durchschnittlich acht Kilometer langen Touren kann man gut mitlaufen." 540 Teilnehmer im Alter zwischen 70 und 80 Jahren nahmen bei den 15 Touren teil.

Bei der Jugend geht es überwiegend um das Klettern. In St. Georgen gibt es einen großen Traingsboulderraum. Der Raum wurde von Fritz Weisser geplant und ihm zum Dank "Fritzbox" getauft. "Seit 2012 gibt es den Raum, den wir mit Unterstützung der Sektion einrichten konnten. Rund 50 Kinder- und Jugendlichen trainieren hier montags und mittwochs", sagt Berthold Schwarz.

Berthold Schwarz, St. GeorgenBild: Roland Dürrhammer
Berthold Schwarz, St. GeorgenBild: Roland Dürrhammer

Das Jahresprogramm für 2019 umfasst 120 Seiten. Die Sektion rechnet weiter mit steigenden Mitgliederzahlen.