Vor rund zwei Jahren entstand beim Turnverein Villingen die Idee, eine vereinseigene Gymnastikhalle zu bauen, weil die Hallenkapazitäten für die Sportvereine in Villingen nicht ausreichen. Die Vereinsspitze hat das Projekt wurde seither in vielerlei Gesprächen weiterverfolgt. Wenn alles rund läuft, könnte die Sporthalle bis im Jahr 2021 umgesetzt werden, so der Erwartungshorizont von Turnvereins-Vorstand Manfred Herzner und Geschäftsführer Sven Kieninger.

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„Jetzt hängt alles an der Standortentscheidung“, berichtet Manfred Herzner im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Bei der Standortentscheidung wiederum, so erläutert Sven Kieninger, will sich der Verein an den Wünschen und Möglichkeiten der der Stadt Villingen-Schwenningen orientieren. Denn dieser Hallenbau ist nach den Vorstellungen des TV Villingen ein ideales Gemeinschaftsprojekt von Verein und Stadt. Die Kommune könnte beispielsweise das Grundstück zur Verfügung stellen und in der Hallen Übungszeiten für eine ihrer Schulen anmieten. Beides würde dem Turnverein die Finanzierung erleichtern.

Die Standortentscheidung für die Halle hängt wiederum stark vom Ergebnis des von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachtens über die Sporthallen-Situation in VS ab. Das beauftragte Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) steht kurz vor Abschluss dieser mit Spannung erwarteten Analyse. Den daran beteiligten örtlichen Vereinsvertretern, darunter auch Sven Kieninger, ist bereits ein wenig überraschendes Ergebnis bekannt: Für den Schul- und den Vereinsbereich gibt es zu wenige Hallenkapazitäten. Die Gutachter werden daher verschiedene Empfehlungen aussprechen, wie die Verteilung in Zukunft optimiert werden kann und wo Hallenbauten neu geschaffen werden sollten. Der Abschlussbericht soll noch vor den Sommerferien dem Gemeinderat vorgelegt werden.

Herzner und Kieninger verhehlen nicht, dass sie Sympathie für den Standort auf dem maroden und seit Jahren brachliegenden Goldenbühl-Sportplatz an der Berliner Straße haben. Dort gehören dem Verein bereits zwei Beachvolley-Plätze, dort wäre auch eine Gemeinschaftshalle des Turnvereins mit der Goldenbühlschule gut vorstellbar. Allerdings will sich der Turnverein im Schulterschluss mit der Stadt in ein stimmiges Hallen-Gesamtkonzept einbinden lassen und würde daher auch andere Standorte akzeptieren.

Zum Hallenbau motiviert sieht sich der TV, weil derzeit 200 bis 250 Kinder zwischen zwei und vier Jahren auf seiner Warteliste stehen. Der Verein kann die Nachfrage für das Eltern-Kind-Turnen, das reine Kinderturnen oder die Kindersportschule nicht mehr decken. Benötigt wird gleichwohl keine Mega-Halle, sondern eine Einraum-Gymnastikhalle mit einigen Nebenräumen. Die dürfte für zwei bis 2,5 Millionen Euro zu haben sein. Der Turnverein will dafür das Kapital aufbringen. Er rechnet dafür in größerem Umfang mit Zuschüssen aus Fördermitteln des Landes sowie Unterstützung der Stadt.

Ein finanzielles Risiko, betont Herzner, werde der „kerngesunde Verein“ keinesfalls eingehen. Beitragserhöhungen oder Umlagen zu lasten der Mitglieder seien ebenfalls kein Thema. Geplant werde nach betriebswirtschaftlichem Kategorien, betont Sven Kieninger. Über seine Kursangebote in der Halle hat es der Verein selbst in der Hand, Umsätze für die Refinanzierung zu generieren. Das sollte dies kein Hexenwerk sein, wie zahlreiche gut laufende Vereinshallen landauf, landab zeigen. Für den TV ist derzeit nur grob absehbar, bis wann die Halle stehen wird. Für das weitere Verfahren ist er stark von der Stadt abhängig. Eine Umsetzung in 2021 sei aber aus heutiger Sicht ein realistischer Zeithorizont.

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