Ihre insgesamt 24 Punkte fassten sie in fünf große Kategorien zusammen. Allgemeines, Energie, Verkehr, Projekte und Umweltgestaltung. Oberstes Ziel und Forderung ist dabei das Erreichen von „Nettonull“ beim Ausstoß von Treibhausgasen bis spätestens 2035. Alles zukünftige Planen und Handeln der Stadt müsse sich an diesem Ziel ausrichten. Aspekte wie Klimaschutz, Verkehrsreduzierung, Energieeinsparungen, Umstellung auf erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit ziehen sich durch den gesamten Forderungskatalog.

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Maßnahmen vor Ort

Dabei hatten es sich die Aktivisten bei der Erstellung dieses Forderungskatalog nicht leicht gemacht. Bereits seit April hatten sie daran gearbeitet und berufen sie bei allen Punkten auf wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse. Vor allem geht es ihnen auch um das lokal Machbare, also Veränderungen, die der Gemeinderat zusammen mit der Stadtverwaltung entscheiden und auf den Weg bringen kann. In diesem Sinne äußerte sich Gemeinderätin Cornelia Kunkis-Becker von den Grünen: „Wir werden jetzt entsprechende Anträge im Gemeinderat einbringen, die diese Punkte konkretisieren und in Teilen sogar noch darüber hinaus gehen“.

Die wichtigsten Forderungen

Die Stadtwerke sollen die erneuerbaren Energien für die Endverbraucher finanziell gleichstellen mit konventionellen Energiequellen und stärker bewerben. Heizungen und Strom in Schulen und städtischen Gebäuden sollen mit regenerativen Energien versorgt werden. Auf den Dächern städtischer Gebäude sollen möglichst viele Photovoltaikanlagen installiert werden. Die Straßenbeleuchtung soll nachts reduziert werden, zum Beispiel durch Einbau von Bewegungsmeldern. Geschäfte sollen angehalten werden, ihre Beleuchtungen nachts auszuschalten.

Der öffentliche Nahverkehr soll kostenlos angeboten und sinnvoll ausgebaut werden. Die Taxiunternehmen sollen auf Elektroautos umsteigen, die Stadt lässt an Bahnhöfen Bikesharing anbieten, sie bietet den Mitarbeitern Austauschmöglichkeiten zur Bildung von Fahrgemeinschaften, der Radwegenetz wird massiv erweitert und im Winter geräumt.

Weitere Forderungen sind ein Wettbewerb für das beste Klimaschutzprojekt an Schulen, Einweggeschirr bei öffentlichen Veranstaltungen wie Weihnachgtsmärkte oder der Kulturnacht, Reduzierung des Grünschnitts auf städtischen Grünstreifen, Begrünung von Dachflächen, falls Photovoltaik dort nicht möglich ist. (hjg)