Die Aufregung über schärfere Sicherheitsregeln für Pferde und Reiter bei den Fasnachtsumzügen hat in den vergangenen Monaten hohe Wellen geschlagen. Doch jetzt scheint es doch zu klappen mit den Auftritten der Kavallerie der Historischen Bürgerwehr. Alle von der Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen und der Zuggesellschaft geforderten Sicherheitsstandards seien umgesetzt worden, betonen die Verantwortlichen. Ein Baustein war jetzt ein Lehrgang, bei dem die Reiter am Samstag den Reitpass der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) erworben haben.

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Pferdewirtschaftsmeister Steffen Giesser hatte eigens für die Mitglieder der Kavallerie und ihre Pferde den speziellen Kurs auf dem Gelände des Pferdesportzentrums Oberer Neckar bei Dauchingen organisiert. Sowohl umfangreiche Theorie als auch Bodenarbeit mit den Tieren standen am Samstag unter der Leitung des erfahrenen Reitlehrers auf dem Programm. Die Kavalleristen mussten zudem ihr Können im Sattel unter Beweis stellen. Die Zertifikate gab es zum Abschluss aus der Hand der FN-Richter Christiane Fritz-Lange und Steffen Giesser. Auch die Begleitpersonen, die beim Umzug neben den Pferden laufen werden, mussten die Prüfung ablegen.

Dass sie sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen, demonstrierten die Kavalleriepferde bei einer Gelassenheitsprüfung. Weder die Geräuschkulisse der klingenden Rollen noch knisternde Planen oder wild geschwenkte Schirme durften die Rösser ängstigen. Die Pferde seien solchen Trubel ohnehin gewöhnt, sagen die Mitglieder der Truppe. Sie sind das ganze Jahr über auf Veranstaltungen mit viel Publikum unterwegs – seien es Reitturniere, der Blutritt in Weingarten und vieles mehr.