Ist die Baumschutzsatzung der Stadt ein „bürokratisches Monster“? Im Grunde ja, zumindest ein „Monsterlein„. Sie beinhaltet eine erhebliche Bevormundung der Bürger, was den Umgang mit den Bäumen auf einem Privatgrundstück, etwa im eigenen Garten, angeht. Wer einen dickeren Baum einfach absägt, muss mit einem Bußgeld bis zu 50 000 Euro rechnen.

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Was würde passieren, wenn man das ganze Papier einstampft? Ein sofortiges Kettensägen-Massaker an Blautannen und Birken in den Vorgärten von VS? Mitnichten. Die Deutschen lieben ihre Bäume. Man sollte den Bürger diese Eigenverantwortung über ihre Bäume durchaus zutrauen. Wäre der Verzicht auf diese Bürokratie ein Schlag gegen den Klimaschutz? Lächerlich. Wir haben ganz andere Probleme. Beispielsweise, wie wir unseren Stadtwald vor den Folgen der Erderwärmung retten können.

Der Stadtverwaltung geht es bei dieser Satzung vor allem um eines: Um Rechtssicherheit für ihre Bürokratie. Mit dieser Satzung überzieht sie die Bürger mit Vorschriften und nimmt sie in Haftung, ist aber, wie im Streitfalle der bekannten Linde in Weilersbach, nicht bereit, ihnen in Härtefällen finanziell beizustehen. Das ist unredlich. Solange diese Satzung nicht eine solche Härtefallregelung vorsieht, sollte der Gemeinderat das Monsterlein wieder zurück in die Schublade stecken.