Wenn es am 29. April langsam dunkel wird im Städtle, dann beginnt in den Kneipen der Innenstadt das Leben. Das Leben in Form von Musik. Von Pop, Jazz, Soul über Rock und Salsa, Disco und Funk wird alles dabei sein. 3500 Besucher werden beim Kneipenfestival Nightgroove erwartet, 24 Bands werden die Bühnen rocken. Der SÜDKURIER wird darum in den kommenden Wochen die Künstler und Bands in kurzen Proträts vorstellen. Bei der Auswahl der Bands hat Veranstalter Michael Barkhausen auf eine gute Mischung geachtet. "Wir wollten bekanntere Bands, aber auch lokale und regionale Gruppen dabei haben."

Eineinhalb Jahre hat die Vorbereitung gedauert, für Barkhausen nicht das einzige Festival in diesem Jahr. Beispielsweise werden auch in Weigheim, Bad Dürkheim oder Landsberg Kneipenfestivals stattfinden. Die Besonderheit in Villingen: Da das Festival vom Lions-Club mitgetragen wird – Georg Krachenfels hatte überhaupt erst die Idee dazu – wollte man ein Festival schaffen, dass nicht nur einen Abend Party sorgt, sondern nachhaltig wirkt. Darum gehen die Erlöse aus der Bewirtung, die der Lions-Club an mehreren Standorten übernimmt, an das Kinderhospiz Sternschnuppe in Schwenningen.

Die Akteure vor Ort in Villingen sind neben den Bands vor allem auch die Wirte. Sie konnten zu Beginn angeben, welchen Musikstil sie an diesem Abend in ihrer Kneipe auf der Bühne wollen. Für manchen Gastronom bedeutete das auch, sich entweder erstmals auf Live-Musik einzulassen oder auch sich mit einer anderen Publikumsstruktur vertraut zu machen. Für Rainer Horn vom Jazz-Club beispielsweise war es eine Umstellung, dass an diesem Abend plötzlich das Publikum wechselt. Mit der Auswahl von Fola Dada, einer Jazzsängerin aus Stuttgart, ist er am Ende jedoch mehr als zufrieden. Deutsche Texte auf kraftvoller Soulmusik – ist es Jazz? Ist es Pop? Muss es irgendwas sein? Auf diese Fragen kann das Publikum des Jazz-Club dann eine Antwort geben.