Villingen-Schwenningen (cho) Da die Bücherei nicht wie ursprünglich vorgesehen in das geplante Einkaufszentrum Forum in Schwenningen umziehen kann, mussten die Pläne für das Gebäude geändert werden. Zwei neue Varianten haben HBB-Geschäftsführer Harald Ortler und sein Architekt am Mittwoch im Gemeinderat vorgestellt. Entscheidende Änderung: Die Autos kommen nicht mehr in eine Tiefgarage unter das Gebäude, sondern in zwei Etagen auf das Dach. So könne man die erforderliche Anzahl an Stellplätzen bauen und müsse keine ablösen. Eine Lösung, die bei FWV-Stadtrat Andreas Flöß positiv bewertete. Mit der Stadt sei abgesprochen, dass wenige Plätze abgelöst werden dürfen, weil beispielsweise bei einer Variante rund 15 Stellplätze wegfallen. Ortler wehrte sich entschieden gegen die Darstellung von Helga Baur, dass dies jetzt eine Notlösung sei. "Das Projekt hat sich weiterentwickelt und wir haben auf die Anforderungen reagiert".

Trotz Wegfall der Bücherei bleibt es bei der vorgesehenen Verkaufsfläche von 15000 Quadratmetern. Nicht geplant ist ein Fitness-Center. Hier habe die Stadt erklärt, dass es genügend gebe. An der Brücke, die das Einkaufszentrum mit dem Muslenplatz verbinden soll, ändere sich nichts: "Das bleibt alles, wie es war." Das ganze Projekt sei jetzt ein großer Körper mit einem einladenden und sehr großzügig gestalteten Eingangsbereich. "Das ist kein Haus, das den Maßstab sprengt", so Architekt Jens Thormeyer. Wichtig sei die "Schauseite", die Seite zum Le Prom hin.

Im September soll die Offenlage des Bebauungsplans erfolgen, dann können Bürger, Behörden und Verbände Einwände formulieren, die, falls berechtigt, in den Bebauungsplan eingearbeitet werden. Sobald dies geschehen ist, beginnt HBB mit der Suche nach einem Generalunternehmer, für die Bauzeit veranschlagt Ortler zwei Jahre.