Am Mittwochabend hat der Gemeinderat den hoffentlich wohl endgültig letzten Akt im Kosten-Desaster bei der Sanierung des Deutenbergs hingenommen. Mit vier Gegenstimmen – und erheblich mehr Unmut – bewilligten die Stadträte eine erneute Kostensteigerung von 1,9 Millionen auf nunmehr 30,4 Millionen Euro Gesamtkosten.

Michael Eichmann, der zuständige Architekt, stand dem Gremium Rede und Antwort. Oder besser, er hörte sich Kritik an. Warum der Teer in der Dach-Dämmung, deren Entsorgung nun allein über 400 000 Euro mehr kostet, jetzt erst entdeckt wurde zum Beispiel und warum man die Abwasserleitungen nicht vorher gründlich untersucht hätte (hier sind weitere 340 000 Euro fällig).

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Renate Breuning (CDU) bezeichnete die Sanierung als "Trauerspiel" und Andreas Flöß (FW) monierte, dass ein Neubau mit geschätzt 25 Millionen Euro die sinnvollere Lösung gewesen wäre. Am Ende half alles nichts. Und Frank Bonath (FDP) brachte es auf den Punkt: "Wir werden die Misere nicht auf dem Rücken der Lehrer und Schüler austragen."

Der kurzfristig formulierte Antrag auf eine neue Möblierung – 200 000 Euro hätte das zusätzlich gekostet – wurde trotz des Appells von Schulleiter Manfred Koschek knapp mit 17 Nein-Stimmen (bei 16 Ja-Stimmen) abgelehnt.