Zügig voran gehen die Bauarbeiten für die größte industrielle Neuansiedlung in Villingen-Schwenningen in den letzten Jahren. Im Industriegebiet „Salzgrube“, am Nordring zwischen Villingen und Schwenningen gelegen, wird in wenigen Wochen das neue Werk der Firma IMS Gear, die ihren Hauptsitz in Donaueschingen hat, in Betrieb genommen werden. Für das Oberzentrum bedeutet diese Ansiedlung einen Zuwachs von rund 200 neuen Arbeitsplätzen.

„Wir sind mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten sehr zufrieden“, berichtet auf SÜDKURIER-Anfrage der Pressesprecher des Unternehmens, Thomas Schröter. Die Rohbauarbeiten seien mittlerweile abgeschlossen. Bereits seit Mitte Januar läuft der Innenausbau. Auch die Außenanlagen sind derzeit in Arbeit. „Wir liegen nach wie vor im Zeitplan“, freut sich Schröder. Ein Termin für die offizielle Einweihung des neuen Werks in Villingen-Schwenningen stehe aber noch nicht fest.

Das weitere Vorgehen sieht wie folgt aus. Sobald im Sommer dieses Jahres der Innenanabau abgeschlossen ist, werden die Produktionsflächen sukzessive mit Maschinen und Anlagen bestückt. Parallel dazu erfolgt das so genannte „Finish“ der Haustechnik, sprich: die Feinjustierung der Haustechnik auf die Produktionsabläufe. Im neuen Werk in Villingen-Schwenningen werden künftig zwei Geschäftsbereiche von IMS Gear, die ihre Standorte derzeit noch in Donaueschingen und Trossingen haben, angesiedelt. „Der Produktionsstart im neuen Werk erfolgt stufenweise, setzt im Sommer ein und wird bis zum Jahresende abgeschlossen sein“, erläutert Thoms Schröter. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen gestalte sich „sehr konstruktiv und unkompliziert“.

Blick in die künftige Produktionshalle des neuen IMS Gear-Werks in Villingen-Schwenningen.
Blick in die künftige Produktionshalle des neuen IMS Gear-Werks in Villingen-Schwenningen. | Bild: Krehl/Girke Architekten

Hintergrund des neuen Werks in VS ist der Kapazitätsausbau des Unternehmens in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Industrial Engineering (Anlagen-, Werkzeug- und Formenbau). Diese Bereiche werden erweitert und im Technikzentrum des Unternehmens in Donaueschingen konzentriert. Bislang dort untergebrachte Produktionsbereiche werden an den neuen Standort in Villingen-Schwenningen ausgelagert. Hierfür investiert das Unternehmen einen „niedrigen zweistelligen Millionenbetrag“, berichtet der Pressesprecher. Geplant sei, zunächst rund 200 Mitarbeiter in dem neuen Werk einzusetzen. Spätere Erweiterungen sind möglich. Auf dem 37 000 Quadratmeter großen Grundstück werden vorerst nur 16 500 Quadratmeter überbaut. Ständig suche das Unternehmen nach Arbeitskräften.

 

Das Unternehmen

Mit seinen technischen Lösungen für Komponenten, Baugruppen und Getriebe, darunter elektrische Sitzverstellungen, Servolenkungen und Parkbremsen, ist IMS Gear eine feste Größe im Automobilsektor. Das Unternehmen ist einer der größten Arbeitgeber in der Region. Aus einem 1863 gegründeten Zulieferbetrieb für die Uhrenindustrie entwickelte sich im Laufe von 15 Jahrzehnten ein international aufgestellter Spezialist für Zahnrad- und Getriebetechnik mit heute weltweit rund 3.400 Mitarbeitern, davon rund 2150 an seinen deutschen Standorten in Donaueschingen, Eisenbach und Trossingen.