Im Feierabendverkehr empfiehlt es sich derzeit, die Bertholdstraße zu umfahren. Grund: Die Staugefahr ist wieder gestiegen, seitdem aus Sicherheitsgründen eine Absperrung an der ehemaligen Weinhandlung Schunk den Verkehr auf eine Spur zwängt. Das ist auf Anordnung der Stadtverwaltung geschehen, weil vom Ende August ausgebrannten Mehrfamilienhaus Fassaden- oder Dachteile abbrechen könnten. Nun soll die Sperrung aber auf den Gehweg reduziert werden, fordert im Namen einiger Bürger der Freie-Wähler-Stadtrat Bertold Ummenhofer in einem Antrag an Oberbürgermeister Jürgen Roth. Das Schreiben wurde auch der Presse zugeleitet.

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Ummenhofer selbst wurden von den Bürgern auf den Missstand angesprochen. Er fordert daher, die in die Bertholdstraße reichende Absperrung soweit zurückzusetzen, dass die nicht in die rechte Spur ragt. Die Absperrung sollte auf den Gehweg, so wie es auch in der Warenburgstraße der Fall sei, begrenzt werden. Dieser Auffassung der Bürger schließt sich Ummenhofer an und beantragt, dass der Bauzaum am Gehweg endet.

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Das Gefährdungspotential durch möglicherweise herabfallende Ziegel oder Fassadenplatten sei mehr als gering und durch die Sperrung des Gehweges ausreichend gesichert. Wenn nichts geschehe, sei der Verkehr in der Bertholdstraße, besonders der Feierabendverkehr, wesentlich eingeschränkt. Es bilde sich durch den notwendigen Spurwechsel ein erheblicher Rückstau bis in die Saarlandstraße.

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Der Freie Wähler-Stadtrat weist zudem darauf hin, dass es nach Bränden nicht unüblich sei, dass wochen- oder monatelang keine Gebäudesanierung erfolge. Das könne zum Beispiel daran liegen, dass der Hauseigentümer Änderungswünsche habe. Bevor es zu einer Sanierung komme, muss in der Regel auch zunächst der Bescheid der Versicherung vorliegen. Eine lange Beeinträchtigung sei der Bevölkerung nicht zuzumuten. Aber auch die Sperrung des an der Bertholdstraße zum Kino entlangführenden Gehwegs sollte bald aufgehoben werden. Die Stadt könnte den Eigentümer daher verpflichten, lose Ziegel und Fasadenplatten zu entfernen und das Gebäude auf diese Weise zu sichern.

Sicherung erst angeordnet

Die Bertholdstraße ist eine der Hauptverkehrstraßen und schon ohne Beeinträchtigungen ein Nadelöhr. Ob sich die Stadtverwaltung mit dem Vorschlag des Freie Wähler-Stadtrats anfreunden kann, ist derzeit nicht klar. Der Antrag sei eingegangen, berichtet Stadtsprecherin Oxana Brunner. Ob eine Rücksetzung der Absperrung möglich sei, prüfe das Baurechtsamt. Allerdings hat es die Sperrung erst Anfang September selbst in dem nun kritisierten Umfang angeordnet. Der Grund war, dass das Haus nach dem Feuer in einem baufälligen Zustand ist. Durch die Sicherung sollte eine Gefahr für die vorbeifahrenden Autofahrer möglichst ausgeschlossen werden.